Wenn die Katze beißt, glauben viele Katzenhalter, dass ihre Katze ihnen wegen irgendetwas böse ist. Dabei sind Katzenbisse manchmal sogar lieb gemeint.
Im Nachfolgenden erfährst du, warum Katzen beißen und wie du einen Beißvorfall verhindern kannst.
Die Zähne sind für die Katze vor allem eine Art Werkzeug, mit der sie ihre Beute erlegen und verzehren kann. Das Gebiss der Katze ist also ein lebenswichtiges Element.
Doch die gezielten Bisse werden noch in weiteren Situationen eingesetzt:
Katzen beißen nicht, weil sie komplexe Gefühle (wie Rache) empfinden und auch nicht, weil sie böse sind. Der Einsatz ihrer Zähne ist ein instinktives Verhalten, dass ihnen auf bestimmte Weise helfen soll.
Wenn sie ihre Zähne nicht als Werkzeug, als Waffe oder zur Kommunikation benutzen würden, hätten sie es in der Wildnis ziemlich schwer. Genau genommen setzen sie ihre Zähne also zum Überleben (Beute fangen, Fortpflanzung und Verteidigung) oder zum Schutze ihrer Kitten ein.
Domestizierte Katzen brauchen diese Techniken eigentlich nicht mehr, schließlich sind die zu Hause gut versorgt. Da es sich im Grunde genommen aber um Raubtiere handelt, können sie ihre Instinkte nicht kontrollieren.
Doch bevor eine Katze beißt, sendet sie in der Regel Warnsignale aus. Das gibt dir die Möglichkeit, so früh zu reagieren, dass du die Eskalation vermeiden kannst.
Die Katze signalisiert, dass sie in Angriffslaune ist, wenn
Warum schmust mein Kater erst und dann beißt er? Wenn der Kater beim Kuscheln plötzlich beißt, hat er sich vielleicht erschrocken, hat Schmerzen oder möchte spielen. Doch was für Auslöser können beim Kraulen noch entstehen?
Die meisten Katzen knüpfen eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson und sammeln so viele Streicheleinheiten ein, wie sie bekommen können.
Doch komischerweise beißen einige Katzen gerade in den schönen Momenten der Zweisamkeit.
Wenn Katzen beim Kraulen beißen, könnte es sein, dass es an einem dieser Gründe liegt:
Schmerzen: Schmerzen können eine plausible Erklärung für plötzliche Katzenbisse sein. Möglicherweise hat die Katze eine Krankheit, eine unbemerkte Verletzung oder leidet auf sonstige Weise unter körperlichem Unwohlsein.
Persönliche Vorliebe: Genauso wie wir Menschen haben Katzen ebenfalls eine ganz eigene Persönlichkeit. Das bedeutet, dass einige Katzen stundenlang kuscheln können, während anderen das nicht so gut gefällt. Wenn du einen Stubentiger hast, dem das Kuscheln schnell zu viel wird, kann er innerhalb eines Augenblicks zu einer echten Raubkatze mutieren. Es ist also wichtig, die individuellen Grenzen zu respektieren, damit sich der Vierbeiner nicht zur Verteidigung gezwungen sieht.
Schreck: Viele Katzen beißen reflexartig, wenn sie sich erschrecken oder die Situation (beispielsweise aufgrund von Taubheit oder einer Sehschwäche) nicht richtig erfassen können. Bei schreckhaften Katzen solltest du immer damit rechnen, dass sie unvermittelte Abwehrreaktionen zeigen können.
Empfindliche Körperregion: Es gibt einige Körperzonen, an denen die meisten Katzen nicht so gerne berührt werden, weil sie diese Bereiche schützen wollen (dazu gehören zum Beispiel die Pfoten und der Bauch). Mit den Bissen geben die Katzen ihre körperlichen Grenzen zu verstehen.
Spiel: Während du deine Katze ganz genüsslich streichelst, kann es sein, dass du sie mit deiner Hand aus Versehen zum Spielen animierst. Die Hand kann den Jagdinstinkt der Katze stimulieren, weil sie durch ihre Bewegungen gewisse Ähnlichkeiten zu kleinen Beutetieren hat. Es kann also sein, dass die Katze statt sich weiter kraulen zu lassen, lieber eine Jagdszene nachahmen möchte und dir dazu spielerisch in die Hände beißt.
Was bedeutet es, wenn meine Katze mich beißt? Wenn du von deiner Katze gebissen wirst, kann das sowohl negative Gefühle ausdrücken, als auch ein leidenschaftliches Zugeständnis sein.
Bisse werden meist mit bösen Eigenschaften gleichgesetzt. Dabei können zärtliche Bisse auch ein Symbol für Liebe sein. Katzen, die beim Streicheln erregt werden, drücken ihre Zuneigung mit leichten Bissen aus. Das ist ein instinktives Verhalten, dass sie von der Partnersuche kennen.
Im Gegensatz zu aggressiven Bissen sind die sogenannten Liebesbisse daran zu erkennen, dass es keine Warnsignale gibt. Außerdem hinterlassen die Bisse keine Wunden, da die Katze keinen Verletzungswillen hat und die Liebesbisse mehr eine Art zaghaftes Knabbern sind.
Wie gewöhne ich meinem Kater ab zu beißen? Glücklicherweise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, beispielsweise durch eine Verhaltensänderung oder ein verbessertes Beschäftigungsangebot, mit denen du Beißvorfälle verhindern kannst.
Katzenbisse können nicht nur gefährlich, sondern auch lästig sein. Schließlich entstehen nicht nur oberflächliche Kratzspuren auf der Haut, Textilien wie der Lieblingspulli können ebenfalls Schaden nehmen.
Was tun, wenn die Katze beißt? Wenn deine Katze beißt, solltest du ihr diese Angewohnheit schnellstmöglich abtrainieren. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, wie du deiner Katze das Beißen wieder abgewöhnen kannst:
Grundsätzlich gilt: Nimm die Warnsignale deiner Katze ernst und zwänge ihre keine Nähe auf.
Auch wenn Katzenbisse keine riesigen Wunden hinterlassen, können sie extrem gefährlich sein. Bei streunenden Katzen ist das Infektionsrisiko besonders hoch, weil sie unter ansteckenden Krankheiten leiden können und potenzielle Überträger sind. Da die dolchartigen Zähne die schützende Hautbarriere beschädigen, können aber selbst die Bisse einer gesunden oder gesund wirkenden Katze gefährlich sein.
Ein Katzenbiss kann komplikationslos verheilen oder gesundheitsschädlich sein. Ein Katzenbiss kann in deinem Körper Schmerzen, leichte Blutungen, Entzündungen, eine Blutvergiftung oder eine Tetanuserkrankung auslösen.
Achtung: Sobald du eine Veränderung feststellst, solltest du deinen Hausarzt kontaktieren, damit er die Wunde fachmännisch versorgen kann.
Meistens gehen Katzenbisse glimpflich aus. Doch selbst eine unkomplizierte Wunde solltest du zumindest reinigen und desinfizieren.
Einen sterilen Verband solltest du nur anlegen, wenn du Blut verlierst. Verbände haben nämlich nicht nur positive Eigenschaften. So tragen Sie beispielsweise auch dazu bei, dass sich die Keime in der Wunde rasch vermehren.
Ein Laie kann aber nicht immer eindeutig erkennen, ob die Wunde harmlos oder gefährlich ist. Wenn du Zweifel hast, solltest du deinen Hausarzt kontaktieren. Dieser kann die Wunde versorgen und dich gegen Tetanus impfen, falls dein Impfschutz abgelaufen ist.
Übrigens: Da Kinder, Schwangere und vorerkrankte Personen schneller und schwerer erkranken, ist es wichtig, dass der Impfschutz dieser Risikogruppe immer gültig ist. Um die Infektionsgefahr weiter zu senken, sollte deine Katze ebenfalls mit den jährlichen Schutzimpfungen ausgestattet sein.