Wie alt werden Katzen? Das ist eine Frage, die du dir als potenzieller oder derzeitiger Katzenhalter sicherstellst. Schließlich möchtest du abschätzen können, wie weit die Katze in ihrer Entwicklung ist und wie viel Zeit euch bleibt. Der Vergleich zwischen Katzen- und Menschenjahren kann auch ein spannendes Thema sein, doch wie rechnest du das Alter aus?
Wohnungskatzen werden ca. 15 Jahre alt. Allerdings gibt es auch Individuen, die deutlich jünger versterben oder älter sind.
Von diesen Faktoren hängt ein langes Katzenleben ab:
Da diese Aspekte im Leben von Wild- und Straßenkatzen kaum eine Rolle spielen, versterben diese häufig in ihren ersten Lebensjahren (eine Straßenkatze wird meistens nicht mal fünf). Innerhalb Deutschlands trifft diese frühe Sterblichkeitsrate auf rund zwei Millionen Katzen zu. Das ist der Anteil an Katzen, der kein festes Zuhause hat und dementsprechend bei uns auf der Straße lebt.
Innerhalb des Hauses lauern deutlich weniger Gefahren, als im ungeschützten Außenbereich. Außerdem haben Wohnungskatzen häufig den Stellenwert eines Familienmitglieds und werden demnach gut umsorgt (mit Futter, Wasser, Wetterschutz und Medizin).
Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, können von diesem Rundumschutz profitieren und werden durchaus 15 Jahre alt. Damit haben Wohnungskatzen die höchste Lebenserwartung im Haltungsform-Vergleich (auf der Straße, als Freigänger oder im Haus).
Wie alt werden freilaufende Katzen?
Freigängerkatzen haben zwar eine fürsorgliche Familie, sie haben also geschützte Rückzugsmöglichkeiten, dürfen aber auch hinaus.
Katzen mit Freigang empfangen gewöhnlicherweise den gleichen Gesundheitsschutz, wie Wohnungskatzen auch:
Ihr Allgemeinzustand ist damit im Vergleich zu Straßenkatzen schon sehr gut. Trotzdem lauern im Alltag einer Freigängerkatze etliche Gefahren:
All diese Risiken tragen dazu bei, dass eine Freigängerkatze durchschnittlich in einem Alter von etwa 10 Jahren stirbt. Der unbegrenzte Zugang zur Außenfläche führt also dazu, dass sich ihre Lebenserwartung um rund 5 Jahre (im Vergleich zur Wohnungskatze) reduziert.
Die Lebenserwartung der Katzen kann von Rasse zu Rasse sehr verschieden sein. Einen allgemeinen Nennwert gibt es also nicht, zumindest solltest du nicht davon ausgehen, dass dieser bezogen auf deine Katze richtig ist. Trotzdem werden die meisten domestizierten Katzen heutzutage 10 (Freigänger) beziehungsweise 15 Jahre (Wohnungskatzen) alt. Der Durchschnittswert liegt also bei 12,5. Der medizinische Fortschritt und die finanziellen Sicherheiten, beispielsweise in Form einer Katzenkrankenversicherung, heben den Durchschnitt – genau wie bei uns Menschen – jedoch immer weiter an.
Die Lebenserwartung der Katze hängt zwar ganz wesentlich von der Haltungsform und den individuellen Begleitumständen ab. Doch auch die Rasse kann ein entscheidender Faktor sein.
Die Lebenserwartung der beliebtesten Katzenrassen im Direktvergleich:
Hinweis: Beachte bitte, dass es sich bei diesen Angaben um Durchschnittswerte handelt und deine Katze auch ein anderes Alter erreichen kann.
Um herauszufinden, wie alt die Katze in Menschenjahren ist, wurde das Alter des Stubentigers einfach mit sieben multipliziert. Mittlerweile wissen wir aber, dass die Rechnung deutlich komplizierter ist. Das hängt damit zusammen, dass die Katze nicht linear altert, sondern vor allem zu Beginn eine schubweise Entwicklung durchläuft.
Dass die Rechnung Katzenalter x 7 nicht aufgehen kann, ist besonders deutlich am Beispiel von „Creme Puff“ zu sehen, schließlich wäre sie nach dieser Rechnung 266 Menschenjahre alt.
Doch wie berechnet sich das Katzenalter dann?
Gerade in den ersten zwei Jahren altert die Katze also besonders schnell.
So alt ist deine Katze in Menschenjahren – Beispiele:
Hinweis: Wann eine Katze wirklich alt ist, hängt mit ihrem Befinden zusammen. Dass achtjährige Katzen bereits als Senioren eingestuft werden, ist nichts weiter als eine Marketing-Strategie, mit der der Kauf von Senioren-Produkten bezweckt werden soll.