Wandern mit Hund ist nicht nur eine Beschäftigungsform, sondern auch eine effektive Universaltherapie, denn Hunde brauchen Bewegung, um ausgelastet, gesund und entspannt zu sein. Außerdem hat das Wandern eine Vertrauens-fördernde und selbstbewusstseinsstärkende Eigenschaft. Kurzum – Wandern ist fantastisches Gesamtpaket.
Eine ausgedehnte Wanderung kann einen ungeübten Hund an seine körperliche Leistungsgrenze bringen. Deshalb sollte sich die Wanderroute nicht nur an der Fitness des Hundes, sondern auch an dessen Alter orientieren.
Durch Wanderungen können die Gelenke eines jungen Hundes Schaden nehmen. Das Einstiegsalter liegt deshalb bei einem (kleine und mittelgroße Hunde) bzw. bei anderthalb Jahren (große Hunde). Die Wachstumsphase sollte bei der ersten Wanderung bereits abgeschlossen sein.
Adulte Hunde haben mit langen Wanderungen grundsätzlich kein Problem, vorausgesetzt, sie haben keine Gelenkprobleme und ihr physischer Gesamtzustand ist gut.
Einige Hunderassen sind für Wanderungen prädestiniert, während andere Hunde für diese Art der körperlichen Betätigung eher weniger infrage kommen.
Entscheidend sind vor allem:
Diese Merkmale treffen besonders auf die folgenden Hunderassen zu:
Mischlingshunde können aber ebenfalls geeignet sein. Außerdem ist die Rassezugehörigkeit keine Garantie dafür, dass der jeweilige Hund seinen Halter auf Wanderungen begleiten mag. Einige Individuen haben zwar einen wanderfähigen Körper, finden aber schlichtweg keinen Gefallen daran.
Kleine Hunde und Hunde mit kurzen Beinen sollten aufgrund ihres Körperbaus keine weiten Strecken gehen, egal wie groß ihr Interesse daran ist.
Wenn du mit dem Planen von Wanderungen noch keinerlei Erfahrungen hast, kann die nachfolgende Checkliste eine nützliche Orientierungshilfe sein:
Angemessenes Streckenniveau:
Vorbereitendes Training:
Wandernahrung:
Hundezubehör:
Diese Artikel sollten in deinem Rucksack enthalten sein:
Reiseplanung:
Informiere dich vor Reisebeginn genau über:
Die Planung ist zwar das Fundament, mit dem der Erfolg der angestrebten Wanderung steht beziehungsweise fällt.
Diese Verhaltenstipps sind aber ebenfalls elementar:
Koordiniertes Laufen: Der Erfolg der Wanderung hängt ganz entscheidend davon ab, wie dein Hund mit dir kooperiert beziehungsweise davon, wie ihr eure Bewegungsabläufe koordiniert.
Folgende Bewegungsregeln können hilfreich sein:
Umgang mit frei laufenden Kühen: Falls du mit deinem Hund eine Weide überquerst, kann es zu einer Kuhbegegnung kommen. Auch, wenn die friedlich grasenden Wiederkäuer nicht unbedingt danach aussehen, schlummert in ihnen ein tödliches Gefahrenpotential. Deshalb solltest du die Kuhherde nach Möglichkeit weiträumig umgehen (das gilt besonders im Frühling während der Paarungs- und Nachwuchszeit). Meide den direkten Blickkontakt. Leine deinen Hund an, damit er die Kühe nicht zu einer Verteidigungshandlung anstacheln kann. Leine ihn bei einer Attacke jedoch ab, damit er dem Angriff entfliehen kann.
Für einen Hund aus dem Tierheim wird eine Schutzgebühr verlangt. Diese liegt in der Regel zwischen 250 und 400 Euro. Diese soll zum einen sicherstellen, dass die Adoption des Hundes gut überlegt ist. Zum anderen werden damit die laufenden Kosten des Tierheimes gedeckt. Ob Tierarztkosten, Kosten für Impfungen, Futterkosten oder Mietzahlungen – all das wird von den Einnahmen finanziert.
Beim ersten Kontakt wird dir der jeweilige Welpe vorgestellt. In den meisten Tierheimen lebt dieser mit seinen Geschwistern und der Mutter zusammen. Du lernst also die ganze Familie deines zukünftigen Hundes kennen. Dann folgt meistens ein erster gemeinsamer Spaziergang. In den seltensten Fällen kannst du den Wunsch-Welpen sofort mitnehmen. Es sind mehrere Besuche nötig, damit sich Hund und Halter kennenlernen. Zudem wird dir so die Möglichkeit gegeben, in Ruhe über die Adoption nachzudenken. Einige Tierheime möchten dich auch zu Hause besuchen. So können sie überprüfen, ob du genug Platz für dein neues Haustier hast. Das ist aber nicht immer der Fall. Zudem werden dich die Mitarbeiter zu deiner Lebens- und Wohnsituation befragen. Somit soll sichergestellt werden, dass wirklich alles passt und der Hund nicht wieder ins Tierheim zurückgebracht wird.
15 bis 25 km, das ist in etwa die Distanz einer guten Wandertour. Natürlich hängt die genaue Wegstrecke und der Anspruch von der gewählte Route ab. Damit der Hund die Etappe bewältigen kann, braucht er die entsprechende Körperkondition. Diese kannst du aufbauen, indem du die Dauer und den Schwierigkeitsgrad der täglichen Spaziergänge erhöhst. Dein Hund wird dir eindeutig signalisieren, welche Strecke er bereits zurücklegen kann.
Falls du eine Wandertour in Begleitung deines Hundes planst, hast du das große Glück, dass du dafür nicht zwangsläufig ins Ausland reisen musst. Innerhalb Deutschlands gibt es etliche Wandertouren, die sowohl für erfahrene Hunde, als auch für Einsteiger geeignet sind. Allerdings ergänzen die europäischen Nachbarländer die heimischen Wandermöglichkeiten und sind ebenfalls sehr schön.
Hier einige Beispiele, geordnet nach Schwierigkeitsgrad:
Einfach:
Anspruchsvoll:
Um alle relevanten Informationen auf einen Blick zu erhalten, kannst du dich in einem Wanderratgeber für Hunde informieren. Dort sind nicht nur interessante Routen gelistet, sondern du findest zugleich eine hundefreundliche Schlafgelegenheit, denn während einige Hüttenwirte Hunde freundlich begrüßen, dulden andere die vierbeinigen Begleiter leider nicht.
Falls du deine Wandertour lieber eigenständig planen willst, könnten die folgenden Wanderorte eine passende Anlaufstelle für dich sein: