Umzug mit Katze - so gewöhnt sie sich schnell ein

Katze in Kiste

Alles im Überblick

Leider lässt es sich nicht immer vermeiden, dass die Katze einen Umzug miterleben muss. Der Wohnortwechsel bedeutet für den Vierbeiner erheblichen Stress, erst recht, wenn er den Aufenthalt im Freien gewohnt gewesen war.
Doch was kannst du tun, um den Stress zu reduzieren und wie gehst du am besten mit einer Freigängerkatze um?

Umzug mit Katze – die Vorbereitung

Der Umzug ist für die Katze purer Stress. Doch zum Glück gibt es verschiedene Methoden, mit denen du den Umzugsstress etwas mildern kannst:

  1. Kaufe alle Verbrauchsgüter, wie Katzenstreu, Snacks und die Vollnahrung auf Vorrat ein. Dadurch stellst du sicher, dass du immer genügend zu Hause hast. Schließlich können während des Umzugs viele Erledigungen untergehen.

  2. Versuche deine Katze an das Autofahren zu gewöhnen. Am besten setzt du dazu eine Transportbox ein, die du ihr vorher schmackhaft machst (positive Verknüpfung, beispielsweise mit Leckerlies). Wichtig ist, dass du die Autofahrten in der Box mehrmals wiederholst, damit das Prozedere am Umzugstag nichts Neues für deine Katze ist.

  3. Achte darauf, dass du trotz der ganzen Planungen noch genügen Zeit für deinen Stubentiger hast. Falls die Katze schon vor dem Umzug auf deine Zuneigung verzichten muss, kann das ihr Stresserleben maximieren. Nimm dir die Zeit, um mit deiner Katze zu kuscheln und spiele viel mit ihr.

  4. Ziehe die Bedürfnisse der Katze in deinen Planungen mit ein. Hast du Platz für einen Kratzbaum? Gibt es einen katzensicheren Balkon? Kann die Katze künftig raus? Müssen Freigängerkatzen in der neuen Gemeinde bestimmte Kriterien erfüllen (Beispiel: Kastrationspflicht)?

Katze schaut aus offener Transportbox

Katze Umzug – wie verhaltet ihr euch am Umzugstag?

Falls du mit der Katze zeitgleich umziehst, gehst du am besten folgendermaßen vor:

  1. Setze deine Katze in eine Transportbox.

  2. Lade alle Möbel und deinen Kleinkram ein.

  3. Packe das Katzenzubehör gut erreichbar oben auf.

  4. Sichere die Transportbox samt Katze im Auto und rede ihr beruhigend zu.

  5. Lade die Katze in der neuen Wohnung als Erstes aus.

  6. Weise ihr ein eigenes Zimmer zu.

  7. Packe das Katzenzubehör als Nächstes aus.

  8. Richte das “Katzenzimmer” mit den nötigen Einrichtungsgegenständen ein.

  9. Lasse die Katze nun aus ihrer Box.

  10. Schließe die Tür, sobald du den Raum verlässt. Weihe deine Umzugshelfer über die Bedeutung dieses Zimmers ein.

Bringe die Katze alternativ dazu in einen befreundeten Haushalt oder in eine Katzenpension. Das hat den Vorteil, dass du während des Umzugs sorgenfreier bist. Allerdings empfindet die Katze sowohl in dieser, als auch in der erstgenannten Variante Stress.

Mit Katzen umziehen – das könnten mögliche Probleme sein

Für die Katze ist der Umzug ein gravierender Einschritt in ihr bisheriges Leben, bei dem sie vollständig entwurzelt wird. Deshalb ist es möglich, dass sie in der Eingewöhnungsphase Schwierigkeiten hat:

  • Katzen, die zu früh nach draußen kommen, reißen manchmal aus. Sie brauchen einige Wochen, bis sie sich im neuen Zuhause wohlfühlen und es als ebendieses anerkennen. Einige Freigängerkatzen versuchen auch, zum alten Haus zurückzukehren. Sie wollen dort wie gewohnt patrouillieren, schließlich ist das ihr Revier. Achte darauf, dass deine Katze gekennzeichnet ist, also beispielsweise eine Tätowierung im Ohr oder einen implantierten Mikrochip hat. Im Falle des Abhandenkommens, findet ihr so schnell wieder zusammen.

  • Ehemalige Freigängerkatzen können lautstark protestieren, wenn du ihnen den Gang ins Freie in der neuen Unterkunft verwehrst. Manche Katzen reagieren auf den Freiheitsverlust mit Unsauberkeit, andere richten materielle Schäden an. Für diese Katzen ist es extrem wichtig, dass sie ein alternatives Beschäftigungsangebot bekommen.

  • Katzen, die schwer mit Veränderungen umgehen können, brauchen unter Umständen ein Beruhigungsmedikament. Frage deinen Tierarzt, ob deine Katze solch ein Mittel braucht und ob er dir die entsprechende Medikation zur Verfügung stellen kann.

Katze hat Angst

Umzug Katzen – woran merke ich, ob eine Katze sich in der neuen Umgebung wohlfühlt?

Der Umzug löst bei deiner Katze zunächst einmal Stress, Unwohlsein und Unsicherheiten aus. Allerdings sollte dieser Gemütszustand innerhalb einiger Tage vorübergehen. Deine Katze wird dir signalisieren, wenn sie sich mit der neuen Wohnsituation zurechtgefunden hat.

Eine zufriedene Katze

  • wirkt entspannt,

  • rollt sich auf den Rücken,

  • reibt sich genüsslich an deinen Beinen entlang,

  • möchte kuscheln,

  • hat einen aufgerichteten Schwanz,

  • spielt vergnügt

  • und schnurrt.

Demgegenüber ist eine gestresste Katze daran zu erkennen, dass sie

  • hechelt,

  • sich versteckt,

  • besonders anhänglich ist,

  • Durchfall hat,

  • unsauber ist und/oder

  • weniger frisst.

Katze spaziert

Freigänger Katze Umzug – wie bereitet man eine Freigängerkatze auf neue Umgebungen vor?

Ehe die Katze den Innenraum das erste Mal verlassen kann, ist es wichtig, dass sie die neue Wohnung als ihr Zuhause akzeptiert. Auch wenn sie den Freigang gewohnt ist, sollte sie deshalb für einige Wochen drinnen sein.

Während sich eine selbstbewusste Katze schnell in der neuen Umgebung zurechtfindet, kann es sein, dass ein zurückhaltendes Individuum länger braucht. Doch spätestens nach vier Wochen sind auch introvertierte Katzen für den ersten Ausflug ins Freie bereit. Begleite deine Katze dabei und bringe sie nach einem kurzen Rundgang wieder ein. Dehne den Freilauf immer weiter aus.

Tipp: Indem du deine Katze unmittelbar vor der Fütterung nach draußen lässt, stellst du sicher, dass sie hungrig ist und zum Fressen wieder zurück nach Hause kommt.

Schwieriger wird es, wenn ein ehemaliger Freigänger durch den Umzug gezwungenermaßen zum Stubentiger wird, beispielsweise, weil das neue Haus an einer hochfrequentierten Straße liegt. Freigängerkatzen sind Bewegung, soziale Begegnungen und Abwechslung gewohnt. Dass die Katze nun auf ihre Freizeitaktivitäten verzichten muss, kann sehr frustrierend für sie sein. In diesem Falle musst du dir artgerechte Beschäftigungen überlegen, mit denen du den Freigang kompensiert.

Beispiele:

  • Ein großer Kletterbaum, dessen Elemente du gelegentlich umstrukturierst

  • Ein gemütlicher Fensterplatz

  • Ein katzensicherer Balkon

  • Katzenspielzeug für das gemeinsame Spiel und zum Selbstgebrauch

  • Kratzbretter oder Kratzpappe

  • Ein Ruheplatz

  • Versteckmöglichkeiten

  • Katzenminze, Baldrian und Katzengras

Möglicherweise gelingt es dir auch, deine Katze an ein Geschirr zu gewöhnen. Allerdings tun sich gerade Katzen, die sich normalerweise frei bewegen, mit der räumlichen Beschränkung schwer.

Katze Umzug Freigänger – Katze kehrt immer wieder zum alten Haus zurück

Der Umzug ist für eine Katze generell nicht einfach. Wenn er innerhalb ihres alten Reviers (beispielsweise in der Parallelstraße) stattfindet, ergibt sich dadurch aber ein weiteres Problem. Die Katze erkennt die neue Wohnung dann nämlich unter Umständen nicht als ihr jetziges Zuhause an, sondern führt ihre gewohnten Routinen am alten Wohnort fort.

Damit die Verbindung zum alten Wohnsitz gekappt werden kann, ist es wichtig, dass sich die Katze unmittelbar nach dem Umzug gar nicht und in den anschließenden Wochen nur in deiner Begleitung im Freien aufhalten kann. Bis die Katze wieder auf eigene Faust um die Häuser ziehen darf, kann reichlich Zeit vergehen (1 bis 2 Monate).

Katze guckt aus Box raus

Katze an neue Wohnung gewöhnen – das sollte die Wohnung beim Einzug der Katze haben

Nach einem Umzug ist natürlich erst mal alles neu. Die Wohnung selbst, die Umgebungsgeräusche und die Gerüche verändern sich. Wenn der Umzug mit einer Trennung verbunden ist, brechen wichtige Sozialkontakte weg. Auch der Tagesablauf kann auf einmal anders sein.

Diese Dinge kannst du für eine schnelle Eingewöhnung tun:

Stelle einen Teil deiner alten Möbel an ähnlichen Orten, wie in deiner alten Wohnung auf (Beispielsweise den Sessel am Fensterplatz). Die Katze wird diese Fixpunkte nutzen, um sich an ihnen zu orientieren. Außerdem schaffen vertraute Elemente Sicherheit. Tausche die Inneneinrichtung, falls du sie ersetzen willst, deshalb nur peu a peu gegen neue Einrichtungselemente aus.

Während du noch am Einrichten bist, sollte die Katze in einem ruhigen Zimmer sein. Dort hat sie alle Utensilien, die sie in den nächsten Tragen braucht (Kratzbaum, Katzenklo, Futter- und Wasserbehälter, Spielzeug, Körbchen etc.). Die gesonderte Unterbringung hat den Vorteil, dass die Katze von dem Umzug nur am Rande etwas mitbekommt. Wenn sich das Chaos gelichtet hat, kannst du die Katze zu dir holen. Lasse die Tür zu ihrem Zimmer aber erstmal auf. Später kannst du das Katzenzubehör in Anwesenheit deiner Katze an ihre neuen Standorte verteilen.

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