Tonkanese

seltene Schönheit

entspante Tonkanese Katze mit grauen Hintergrund

Alles im Überblick

Steckbrief Tonkanese

Geschichte und Herkunft Tonkanese

Die Tonkase ist eine Mischung aus Burma– und Siam– oder Thaikatzen. In Asien gibt es diesen Rassemix also wahrscheinlich schon sehr lange und sehr häufig, was jedoch auf zufällige intimere Begegnungen frei lebender Exemplare der Rassen beruht. Gezüchtet wurde die Tonkanesen-Katze hingegen erstmals um 1930 in Amerika – ein Schiffsarzt nahm ein weibliches Exemplar aus Asien mit in seine Heimat, weil er von den großen Augen, dem edel wirkenden Gesicht und dem sehr weichen, schimmernden Fell begeistert war.

Die aus Ragoon stammende Wong Mau war somit die Urmutter aller bewusst gezüchteten Tonkanesenkätzchen. Als echte Tonkanesen werden übrigens nur Mischlinge aus Burma- und Siamkatzen der ersten Generation anerkannt – wird mit diesen weitergezüchtet, verlieren sich die rassetypischen Eigenschaften oft, die Beschaffenheit des Fells oder der Körperbau können dann von denen einer „echten“ Tonkanese abweichen.

Wesensmerkmale und Charaktereigenschaften Tonkanese

Tonkanesen Katzen gelten als verspielt und temperamentvoll, dabei aber nicht übermäßig aktiv. Sie sind robust und freiheitsliebend und fühlen sich am wohlsten in Gesellschaft von Artgenossen und mit der Möglichkeit zum Freilauf.

Trotz einer gewissen Wildheit sind die hübschen Tiere jedoch auch sehr anhänglich und verschmust, wenn sie ihr Herz erst einmal an einen (oder mehrere) Menschen verschenkt haben. Tonkanesen sind nur ungern allein – daher ist es optimal, wenn immer oder zumindest oft jemand zu Hause ist oder sie eben mindestens eine weitere Katze haben, um die für sie so wichtigen Sozialkontakte zu pflegen. Langeweile mögen sie ebenfalls nicht – sie sind immer in Spiellaune oder zu Streichen aufgelegt.

Wie halte ich eine Tonkanese?

Neben einer artgerechten Fütterung und regelmäßiger, wenn auch nicht allzu zeitaufwändiger Fellpflege ist für die Tonkanese vor allem ausreichend Beschäftigung nötig. Ist sie zu oft allein oder wird nicht beachtet, wird die schöne Katze recht bald verkümmern und unliebsame Gewohnheiten entwickeln – von protestierendem Koten oder Erbrechen an dem Besitzer unangenehmen Orten über das Zerstören von Gegenständen bis hin zu selbstzerstörerischem Verhalten wie endlosem „Schwanz-Fangen“ – was auf den Beobachter zunächst erheiternd wirken mag, kann sich schnell zu einer ernsthaften Störung auswachsen.

Doch das ist natürlich nicht die Norm – wird die Tonkanese ausreichend bespaßt und zu Spielen animiert, ist sie in der Regel eine sehr ausgeglichene Katze, die schnell und leicht entspannen kann und in sich selbst ruht. Bei Freigängerkatzen muss sich der Besitzer hierbei übrigens weniger Mühe geben – diese beschäftigen sich draußen meist ganz allein sehr gut und kommen dann ausgetobt und müde wieder heim.

Als Freigänger oder reine Wohnungskatze halten?

Wie die meisten Katzen bevorzugt auch die Tonkanese das Leben draußen, mit einem festen, warmen Heim zu Fressen und Schlafen – sie liebt Streichzüge durch Gebüsche und Wiesen, klettert gern auf Bäume, knüpft Kontakte zu Artgenossen und feiert Erfolge beim Jagen.

Letzteres ist einer der Punkte, die eher gegen Freigängerkatzen sprechen – sie gefährden aufgrund ihrer hohen Anzahl inzwischen ganze Populationen von wertvollen einheimischen Singvögeln und Nagern, da sie diese nicht nur jagen, sondern im schlechtesten Fall ganze Nester ausräumen und die Jungtiere töten. Besser wäre daher ein Kompromiss wie Auslauf in einem großen, eingezäunten Gehege oder – bei Katzen, die es mögen – Spaziergänge an der Leine. Dies verhindert auch schmerzhafte Unfälle mit Hunden, Autos oder anderen „Feinden“, die sich der Tonkanese im Freigang in den Weg stellen können.

Wohnungskatzen hingegen benötigen sehr viel Beschäftigung und eine Einrichtung, die zum Klettern, Toben und Verstecken animiert. Gerade in Einzelhaltung leiden sie oft sehr unter der unfreiwilligen Einsamkeit. Hier muss also genau abgeägt werden, welche Lösung im individuellen Fall die beste ist.

Tonkanese Katze schläft auf Bett

Wie viele Aktivitäten braucht die Tonkanese täglich?

Obwohl sie sehr verspielt ist, oft bis ins hohe Alter hinein, benötigt die Tonkanese nicht mehr Spiel und Beschäftigung als die meisten anderen Katzenrassen. Während Freigängerkatzen sich überwiegend selbst ihre Aktivitäten suchen und vornehmlich zum Ruhen, Dösen und Schlafen heimkehren, ist der Besitzer einer einzelnen, reinen Wohnungskatze spürbar mehr gefragt – hier sollte man sich täglich mindestens einmal, gern aber öfter, mit viel Kreativität und Einfallsreichtum immer neue Beschäftigungen ausdenken, um den Vierbeiner angemessen auszulasten.

Suchspiele mit Futter sind dabei mindestens genauso beliebt wie Jagdspiele mit Spielzeugmäusen und ähnlichem. Aber auch Bälle, Katzentunnel, selbstgebastelte Spielsachen aus alten Küchenrollen oder wildes Toben mit dem Besitzer selbst stehen bei den meisten Vierbeinern hoch im Kurs.

Ebenfalls wichtig ist regelmäßiges Schmusen und Streicheln: Das festigt die Bindung zwischen Mensch und Tonkanese und wirkt – häufig auf beide Parteien – sehr entspannend.

Fellpflege und Ernährung der Tonkanese

Da die Tonkanese ein sehr weiches, kurzes Fell ohne Unterwolle hat, genügt es, sie in regelmäßigen Abständen kurz zu bürsten. Genießt die Katze das sehr, lässt es sich zeitlich natürlich unbegrenzt ausdehnen.

Beim Futter gilt für Tonkanesen Katzen das gleiche wie für alle anderen Rassen auch: Das Futter sollte möglichst nicht nur als Trockenfutter dargereicht werden, da Wassermangel bei Katzen auf Dauer zu Nierenschäden führen kann. Zudem sollte die Zutatenliste genau unter die Lupe genommen werden: Katzen sind reine Fleischfresser, Getreide, Gemüse und Obst sind daher unnötig bis schädlich. Auch Farbstoffe, Konservierungsstoffe und andere chemische Zusätze sollten besser nicht enthalten sein.

Interessante Fakten über die Tonkanese

Die Tonkanese ist ein seltene, wahnsinnig hübsche Katze aus den USA. Ihre Elternrassen sind die Burma und die Siamkatze. Das Fell der Tonkanese Katze ist dem des Nerzes nicht unähnlich; sehr weich, eher kurz und kann verschiedenste Farbtöne aufweisen. Die verspielten Katzen eignen sich perfekt für Familien mit Kindern und lieben Gesellschaft, egal ob von Artgenossen oder Menschen.

Gesundheit und Pflege der Tonkanese

Die Tonkanese ist recht anspruchslos und robust; außer gelegentlichem Bürsten benötigt sie keine weiteren Maßnahmen zur Körperpflege. Ihre Krallen wetzt sie, wie die meisten Katzen, von selbst ab – der Besitzer ist gut beraten, ihr dafür einen Kratzbaum zur Verfügung zu stellen, denn sonst wird sie hemmungslos alles nutzen, was ihr dafür als geeignet erscheint: Auch vor teuren Sofas, Tischen, Türen oder Wänden wird sie dann keinen Halt machen.

Um das Ausscheiden beim Putzen verschluckter Haare zu unterstützen, kann der Tonkanese Katze Katzengras zur Verfügung gestellt werden.

Passt die Tonkanese zu mir?

Diese Frage lässt sich mit einem eindeutigen Ja beantworten, wenn du oft zu Hause bist und dann auch ausreichend Zeit hast, dich mit dem quirligen, hübschen Vierbeiner zu beschäftigen. Auch in kinderreichen Familien fühlt sich die Tonkanese meist recht wohl – Hauptsache, sie ist nicht allein und es wird nie langweilig. Eine zweite Katze – oder sogar mehr – machen sie ebenfalls sehr glücklich.

Ist die Möglichkeit zum Freigang gegeben, ist das natürlich perfekt. Ein Muss ist das aber nicht: Auch drin kann die Tonkanese mit ausreichend Gesellschaft und Beschäftigung sehr zufrieden sein.

Tonkanese Kitten schläft auf grauer Decke

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