Tibet Terrier

der freundliche Glücksbringer aus dem Kloster

Tibet Terrier im Portrait

Alles im Überblick

In seiner Heimat ist der Tibet Terrier ein Glücksbringer, der seinen Halter aber auch abseits von den Mythen seiner Herkunft glücklich macht. Der treue Vierbeiner ist ein Familienhund, der nur inmitten seiner Bezugspersonen glücklich werden kann. Am liebsten geht er mit ihnen in unebenem Gelände durch den dichten Schnee spazieren.

Geschichte und Herkunft des Tibet Terriers

Überlieferungen zufolge ist der Tibet Terrier rund 2000 Jahre alt. Damals kam er zum Bewachen und zum Hüten der Herden an tibetischen Klöstern, in den oberen Gesellschaftsschichten und bei den Nomadenvölkern vor.
Anders als bei vielen anderen Hunderassen fanden keine experimentellen oder zufälligen Zuchtversuche statt. Die Tibet Terrier sind also natürlich reinrassige Hunde, da ihr Lebensraum sehr abgeschieden war.
Der Tibet Terrier galt als Glücksbringer und als ein besonders wertvolles Geschenk. Es dauerte bis Mitte der 90er, bis die ersten Exemplare käuflich waren.
Das ist die chronologische Entwicklungsgeschichte der 90er Jahre im Überblick:

  • 1920 reiste der Tibet Terrier in die europäischen Länder ein.
  • 1930 wurde der Tibet Terrier in Indien als eigene Rasse anerkannt.
  • 1931 trug der britische Kennel Club den Tibet Terrier ebenfalls in sein Verzeichnis ein.
  • Seit 1939 ist der Tibet Terrier auch im deutschen Raum bekannt.
  • 1953 kristallisierte sich eine zweite Zuchtlinie im Vereinigten Königreich heraus.

Wesensmerkmale Tibet Terrier

Ist der Tibet Terrier ein Familienhund? Tibet Terrier sind loyale Begleiter, die am liebsten rund um die Uhr mit ihrer Familie zusammen sind.
Der Tibet Terrier ist also ein Familienhund, aber: Sind Tibet Terrier verschmust? Tibet Terrier kuscheln gern. Gleichzeitig sendet er eindeutige Signale aus, wenn er lieber seine Ruhe haben will.
Im Umgang mit Fremden zeigen sie sich jedoch eher misstrauisch und distanziert. Auch wenn die kleinen Racker als bellfreudig gelten, heißt das jedoch nicht, dass man vor ihnen Angst zu haben braucht.
Der Tibet Terrier wurde zu damaligen Zeiten zum Schutz der Herden eingesetzt. Außerdem sollten sie Eindringlinge ankündigen und dementsprechend wachsam sein. Doch: Sind Tibet Terrier aggressiv? Gut sozialisierte Tibet Terrier gelten trotz ihrer draufgängerischen Art nicht als aggressiv.

Wie halte ich einen Tibet Terrier?

Die folgenden Fragen können dir dabei helfen, herauszufinden, ob ein Tibet Terrier zu deinen Lebensumständen passt:

  1. Wie lange kann ich meinen Tibet Terrier alleine lassen? Der Tibet Terrier sollte nicht länger als vier Stunden alleine sein.
  2. Was würde als Zweithund zu einem Tibet Terrier passen? Zu dem Tibet Terrier passen zahlreiche Hunde, wie zum Beispiels der Malteser, der Havaneser oder der Yorkshire Terrier.
  3. Kann man einen Tibet Terrier in der Wohnung halten? Wenn der Tiber Terrier ausreichend und rassekonform beschäftigt wird, kann er auch in einer Wohnung ohne Garten glücklich sein.
Tibet Terrier sitzt im Feld

Wichtig beim Kauf eines Tibet Terrier

Warum einen Tibet Terrier kaufen? Tibet Terrier sind äußert intelligent, sozial und liebenswert. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach den quirligen Zeitgenossen gerade durch die Decke geht.
Obwohl es die Rassehunde erst seit einigen Jahrzehnten gibt, hat sich das deutsche Zuchtverfahren an die steigende Zahl der Kaufinteressenten angepasst. Einen serösen Züchter erkennst du zum Beispiels daran, dass er zum VDH gehört. Vertrauenswürdige Züchter können die Abstammung der Tiere belegen und setzen im Zuchtverfahren nur gesunde Hunde ein. Im Gegensatz zu privaten Verkäufern werden bei den Züchtern des VDH vereinsinterne Kontrollen durchgeführt. Züchter, die nach den strengen Vereinsregeln arbeiten, müssen für ihre Hunde in Vorleistung gehen und verlangen einen dementsprechend hohen Preis.
Wie viel kostet ein Tibet Terrier? Die Preise für einen Tibet Terrier mit seriöser Herkunft fangen etwa bei 1.200 Euro an.
Tierschutzorganisationen (wie Tibethunde in Not), Tierheime und Pflegestellen vermitteln aber auch immer wieder Hunde, die nicht ganz so teuer sind.

Hinweis: Bedenke bitte, dass du für deinen Tibet-Terrier-Welpen eine Erstausstattung brauchst (Transportbox, Näpfe, Leine, Hundegeschirr und Co.).
Wie groß muss die Transportbox für einen Tibet Terrier sein? Die Box für einen Tibet Terrier mit einer Widerristhöhe von bis zu 40 cm sollte ungefähr in der Größe 50 × 50 × 70 cm sein.

Erscheinungsbild Tibet Terrier

Der Tibet Terrier hat einen kraftvollen und kräftigen Körperbau. Von der Seite betrachtet, sieht die Körperform quadratisch aus. Dieser Eindruck kommt dadurch zustande, dass das lange Fell die Körperkonturen unter sich versteckt. An den muskulösen Vorder- und Hinterläufen lässt sich bereits erahnen, dass der Tibet Terrier gut springen kann.
Tibet Terrier zählen zu den mittelgroßen Hunden, doch was bedeutet das konkret?
Wie groß werden Tibet Terrier? Während die Widerristhöhe der weiblichen Individuen nicht genau bestimmt ist, werden die männlichen Tibet Terrier bis zu 41 cm groß. Der Tibet Terrier hat also die idealen Maße für einen Wohnungshund.
Wie schwer darf ein Tibet Terrier sein? Der Rassestandard des FCI (Gruppe 9) schreibt weder ein Mindest- noch Maximalgewicht der Tibet Terrier vor. 15 kg sind aber trotzdem das zu erwartende Höchstgewicht. Demnach ist der Vierbeiner auch gut zu transportieren.
Ebenso wie am restlichen Körper hängt das lange Fell auch im Gesicht herab. Abgesehen von Braun und Merle ist der Tibet Terrier ein farbenfroher Hund, der in allen Mustern und Farbkombinationen in Erscheinung treten kann.

Tibet Terrier Welpe rennt zur Kamera

Das musst du bei der Welpenerziehung beachten

Wenn du dich mit der Erziehung der Tibet Terrier beschäftigst, wirst du dir früher oder später die folgenden Fragen stellen:

  1. Ist ein Tibet Terrier für Anfänger geeignet? Der Tibet Terrier ist ein Anfängerhund, was aber nicht bedeutet, dass er auf eine fachliche, konsequente und liebevoll Erziehung verzichten kann.
  2. Wie schlau sind Tibet Terrier? Tibet Terrier haben eine hohe Auffassungsgabe, was der Erziehung sehr zugutekommen kann. Durch ihre Intelligenz können sie auch Tricks, wie das Öffnen einer Tür oder ihrer Ruhebox erlernen.
  3. Wann ist ein Tibet Terrier erwachsen? Die Entwicklung des Tibet Terriers ist erst nach drei bis vier Jahren abgeschlossen, was bedeutet, dass in dieser Zeit mit Rückschlägen in der Erziehung zu rechnen ist.

Aktivitätslevel des Tibet Terriers

Wie beschäftigt man einen Tibet Terrier? Der Tibet Terrier ist ein temperamentvoller Hund, der ausreichend Gelegenheit zum Toben, Klettern und zum Springen braucht.
Ausgedehnte Spaziergänge, Wanderausflüge – gern auch in verschneiten Gegenden – passen am besten zu seiner funktionellen und geografischen Vergangenheit. Such- und Intelligenzspiele sind tolle Möglichkeiten, mit denen der Hundehalter die Gassigänge noch spannender gestalten kann.
Außerdem ist der Tibet Terrier ein Hund, der sich für nahezu jede Art von Hundesport (wie Agility) begeistern kann. Nur an Sportarten im Wasser (beispielsweise dem Dog Diving), findet er nicht so viel Gefallen.

Gesundheit und Pflege des American Akita

Dadurch, dass der Tibet Terrier raue Witterungsverhältnisse gewöhnt ist, sind Erkältungen bei ihm eine echte Seltenheit. Außerdem hat der ursprüngliche Hund den Vorteil, dass ihm keine Gesundheitsmängel angezüchtet worden sind.
Doch trotz der guten Gene hat der Tibet Terrier für die folgenden Erkrankungen eine erhöhte Anfälligkeit:

  • Gelenkprobleme
  • Augenerkrankungen
  • Taubheit
  • Diabetes mellitus

Glücklicherweise gibt es Futtermittel, mit denen der Halter die Gesundheit seines Hundes fördern kann.
Was frisst ein Tibet Terrier? Obwohl der Tibet Terrier keine besonderen Ansprüche an sein Futter stellt, ist es wichtig, dass die Nährstoffverteilung zum Alter, der Gesundheit und dem Bewegungslevel des Hundes passt.
Trotz des langen Fells ist der Tibet Terrier erstaunlich pflegeleicht. Entgegen der gängigen Praxis reicht das regelmäßige Kämmen aus. Zwecks Sicht- und Bewegungsfreiheit ist es aber üblich, die langhaarigen Begleithunde zu scheren. Das hat jedoch den Nachteil, dass der natürliche Isolationsschutz dadurch verloren geht.
Praxistipp: Arbeite dich beim Kämmen von den Spitzen bis zum Ansatz vor.
Und: Nutze zur Reinigung der Augenpartie ein farbloses Babyöl, falls dein Hund zu Tränenflecken neigt.

Ist der Tibet Terrier für mich geeignet?

Für wen ist ein Tibet Terrier geeignet? Der Tibet Terrier passt am besten zu einer naturverbundenen Person, die für Stabilität sorgt und ihrem Vierbeiner viel Aufmerksamkeit entgegenbringen kann.
Als potenzielle Hundehalter kommen sowohl Familien mit Kindern, sportliche Singles oder berufliche Hundeführer in Betracht. Außerdem kann er sowohl Erst- als auch Zweithund gehalten werden und ein toller Begleiter für Anfänger oder hundeerfahrene Menschen sein.
Wichtig ist, dass er ausreichend gefördert und gefordert wird und nur kurzzeitig alleine ist.
Obgleich der Tibet Terrier für verschiedene Haltungsformen (also auch für die Wohnungshaltung) offen ist, kommt er mit nachträglichen Veränderungen innerhalb des Wohnumfeldes nicht sehr gut zurecht. Der quirlige Vierbeiner braucht räumliche Konstanz. Außerdem hält er an seinen täglichen Routinen fest. Zeitliche Abweichungen lösen bei ihm Trotz, Nervosität oder Stressreaktionen aus.

Tipp: Um das zu vermeiden, solltest du deinen Tibet Terrier schon früh an verschiedene Eindrücke, Ortswechsel und Begegnungen gewöhnen.

Interessantes und Wissenswertes über den Tibet Terrier

Wusstest du schon, dass:

  • Der Tibet Terrier in seiner Heimat als eine Art lebendiger Glücksbringer und als Friedensstifter gilt? Einen Tibet-Welpen geschenkt zu bekommen, wurde deshalb als eine besondere Ehre angesehen.
  • Der Tibet Terrier mit seinen Krallen greifen kann? Diese Fähigkeit wurde zum Klettern und für die Fortbewegung im Schnee gebraucht.
  • Der kleine Begleithund Temperaturen bis zu – 40 °C ertragen kann?
  • Der Tibet Terrier gar kein echter Terrier ist?

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