Sibirische Katze

sozial mit edlem Pelz

Sibirische Katze sitzt im Wald auf einem Baumstamm

Alles im Überblick

Steckbrief Sibirische Katze

Herkunft: Ukraine, Russland
Lebenserwartung: 15 Jahre und älter
Größe: mittelgroß
Gewicht: Katze: 3 – 6 kg, Kater: 4,5 – 8 kg
Farbe und Fell: Schwarz, Blau/Grau, Chinchilla, Creme, Weiß, Lila, Braun/Schoko/Grau, sowohl in den Varianten Tabby, Schildpatt (dreifarbig, Calcio), zweifarbig (Tuxeco, Van)
Charakter: sozial, anhänglich, treu, verspielt
Haltung: Freigänger und Hauskatze
Fellart: halblang selbstbewusst, wasseraffin, gelehrig, anhänglich
Haltung: Wohnungshaltung mit großem Freigehege – ab Generation F5 gesicherter Balkon/Terrasse
Fellart: Kurzhaar

Geschichte und Herkunft Sibirische Katze

Die Sibirische Katze trägt ihren Namen aufgrund ihrer ursprünglichen Heimat, denn die Schönheit mit dem flauschigen Fell hat ihre Wurzeln in Russland und der Ukraine. In ihrer Heimat etablierte sich die Katze mit langem Fell als beliebter Mäusefänger, wobei dennoch kurzhaarige Artgenossen deutlich überwogen. In Russland und der Ukraine steht der Begriff „Sibirskaja koschka“ (Sibirische Katze) als Sammelbegriff für muskulöse Katzen mit dichtem Fell, sowohl Kurz- als auch Langhaar. In Europa steht der Begriff hingegen für die langhaarige Variante, die bis Ende der 1980er kaum außerhalb Russlands und der Ukraine bekannt war.

Zwar wurde bereits 1864 in „Brems Tierleben“ die langhaarige Schönheit beschrieben und auch bei der ersten Katzenausstellung 1871 im Londoner Crystal Palace wurde eine der langhaarigen Katzen aus Russland präsentiert, allerdings geriet die Rasse in Vergessenheit und so dauerte es bis in die 1990er-Jahre bis die Katzenrasse von der ehemaligen DDR ausgehend immer mehr Begeisterung hervorrief. Offiziell anerkannt wurde die Katzenrasse 1992 durch die World Cat Federation unter dem Namen Sibirische Katze Neva Masquarade.

Wesensmerkmale und Charaktereigenschaften Sibirische Katze

Nicht nur mit ihrer äußerlichen Schönheit beeindruckt die Sibirische Katze. Charakter und Wesen der Rassekatzen sind ebenso zauberhaft wie ihr Aussehen. So wird dich die Sibirische Langhaarkatze mit dem Wesen einer Hauskatze und der Optik einer Rassekatze begeistern. Entsprechend haben Vertreter der Katzenrasse einen vergleichsweise hohen Bewegungsdrang. Zwar bedeutet dies nicht, dass du sibirische Katzen nur als Freigänger halten kannst, jedoch wäre ein Garten oder zumindest ein gesicherter Außenbereich optimal. Doch mit ihrer sozialen Art, ihrer Anhänglichkeit, ihrem freundlichen Wesen und ihrer Treue ist die Sibirische Langhaar auf „ihre“ Menschen bezogen und kann auch als Wohnungskatze durchaus ein glückliches Leben führen, wenn du ihr genügend Aufmerksamkeit schenkst und sie ihren Bewegungsdrang ausleben kann. Dank des typischen Sibirische Katze Charakters kommt sie hervorragend mit tierischen Mitbewohnern zurecht und auch mit Kindern interagiert sie gerne.

Wie halte ich eine Sibirische Katze?

Die soziale Rassekatze begeistert mit ihrem Wesen und Charakter und ist äußerst umgänglich. Entsprechend unkompliziert ist die Haltung einer Sibirischen Katze, denn diese fügt sich problemlos in das vorhandene Familiengefüge ein. Trotz ihrer freundlichen und liebevollen Art, biedert sich die Sibirische Langhaarkatze nicht an, sondern hat ein durchaus selbstbewusstes Auftreten. Lernfähig, neugierig und aufmerksam schafft sie es durchaus, ihren Willen auf charmante Weise durchzusetzen.

Rot-braune sibirische Katze liegt in ihrem Korb

Als Freigänger oder reine Wohnungskatze?

Grundsätzlich kannst du eine Sibirische Katze mit einer normalen Hauskatze vergleichen. So lebt die Rassekatze gerne ihren relativ großen Bewegungsdrang aus und stromert gerne durch die Natur. Als geschickte Jäger können die sanften Katzen durchaus einmal einen Vogel oder eine Maus erlegen. Entsprechend wäre es schön, wenn du ihr Freigang gewähren könntest, am besten einen eigenen Garten. Ist dies nicht möglich, solltest du ihr zumindest einen gesicherten Balkon oder einen gesicherten Sitzplatz am Fenster ermöglichen. Sollte ein Freigang nicht möglich sein, ist es wichtig, dass du bei einer reinen Wohnungshaltung für entsprechende Aktivitätsmöglichkeiten sorgst.

Wie viel Aktivität braucht die Sibirische Katze täglich?

Vertreter der Rasse sind durchaus aktiv und lieben die Bewegung. So liebt es, die Rassekatze aus Russland und der Ukraine durchaus bei Wind und Wetter Streifzüge zu unternehmen. Ist dies nicht möglich, so solltest du dir täglich etwas mehr Zeit nehmen, um die Sibirische Hauskatze mit Spiel- und Kuscheleinheiten zu verwöhnen. Grundsätzlich suchen die geschickten Samtpfoten den Kontakt und müssen auch zum Spielen nicht lange überredet werden. Zudem empfiehlt es sich, eine Zweitkatze zu halten, sodass gespielt und gekuschelt werden kann. Gerne unterhält sich die Sibirische Langhaarkatze auch mit ihren Menschen und ist immer dort zu gegen, wo gerade das Zentrum des Geschehens ist.

Neben Jagd- und Intelligenzspielen solltest du sibirischen Katzen auch ausreichend Kletter- und Kratzmöglichkeiten bieten, sodass sie ihren Bewegungsdrang in jedem Fall ausleben können. Auch höher gelegene Sitz- und Liegeplätze sind äußerst beliebt und natürlich dürfen auch Rückzugsmöglichkeiten wie Kuschelhöhlen bei der Grundausstattung nicht fehlen.

Nahaufnahme einer sibirischen Katze mit blau-grünen Augen

Fellpflege und Ernährung der Sibirischen Katze

Der prächtige, edle Pelz der Rassekatzen benötigt regelmäßige Pflege. Durch das dichte Unterfell in Kombination mit dem Bewegungsdrang der Fellnasen kommt es schnell zu Verknotungen und Verklebungen. So empfiehlt es sich, Sibirische Kitten bereits an die Fellpflege zu gewöhnen, sodass sie sich auch später unkompliziert mit Bürste und Kamm gründlich Bürsten lassen. Besonders in Zeiten des Fellwechsels ist es wichtig, gründlich die abgestorbenen Haare zu entfernen. Der Wechsel von Winter auf Sommer sorgt dafür, dass ein Großteil des Unterfells verloren wird. Zur Unterstützung empfiehlt sich auch die Bereitstellung von Katzengras und die Gabe von Maltpaste. In den Sommermonaten ist das Fell letztlich etwas kürzer und deutlich dünner, sodass die Fellpflege von der russischen Schönheit zum größten Teil selbstständig erledigt wird.

In Sachen Ernährung erweisen sich Sibirische Katzen als äußert pflegeleicht. Eine artgerechte Ernährung ist natürlich das A und O, damit die Katzen ein langes und gesundes Leben an deiner Seite genießen können. Entsprechend solltest du auf Futter mit einem möglichst hohen Fleischanteil setzen.

Interessante Fakten über die Sibirische Katze

Die Sibirische Katze hat Größe, und zwar nicht nur charakterlich, sondern auch körperlich. Sie kann größenmäßig mit der Maine Coon oder der Norwegischen Waldkatze verglichen werden. Da einzelne Kater durchaus ein Gewicht von bis zu 10 kg aufweisen können, ist es wichtig auf stabile Kletter- und Kratzmöglichkeiten zu setzen, denn das Gewicht in Kombination mit dem Bewegungsdrang verlangt nach Stabilität damit sich die Katzen gefahrlos austoben können.

Da die Sibirische Langhaarkatze erst recht spät außerhalb ihrer Heimat populär und gezüchtet wurde, ist sie nicht überzüchtet und konnte sich bis heute die Charaktereigenschaften einer Hauskatze erhalten.

Sibirische Katze und Allergie ist ein besonderes Thema, denn es gibt aktuell zwar keine Studien, jedoch immer wieder Berichte von Menschen mit Katzenallergie, die keine Symptome im Zusammenleben mit der Rassekatze aufweisen. Labortests in den USA zeigten, dass im Speichel der sibirischen Katzen weniger Protein Fe1D1 vorhanden ist als bei anderen Rassen. Das Protein ist bei 60 Prozent aller Betroffenen Allergieauslöser, sodass die sibirischen Schönheiten durchaus eine Alternative für Allergiker sein können.

Gesundheit und Pflege der Sibirischen Katze

In Russland und der Ukraine galten die Katzen schon immer als robust und dies gilt bis heute. rassetypische Krankheiten sind bisher nicht bekannt und bei entsprechender Fütterung und regelmäßigen Tierarztbesuchen erreichen Katzen der Langhaarrasse ein hohes Alter. Die recht junge Zucht sorgt dafür, dass die Rasse bisher nicht belastet ist, allerdings kann es durch Einkreuzung fremder Rassen oder durch Linienzucht zu erblichen Krankheiten kommen. Für dich als potenzieller Halter ist es daher wichtig, nicht auf vermeintliche Schnäppchen zu setzen, sondern nur sibirische Kitten aus einer seriösen Zucht in Betracht zu ziehen.

Passt die Sibirische Katze zu mir?

Ob die Sibirische Katze zu dir passt, hängt alleine von dir ab, denn die liebenswerten Katzen passen sich recht unkompliziert an jeden Haushalt an. Ob Singlehaushalt, kleine Familie oder Mehrgenerationenhaushalt, die sozialen Fellnasen sind kontaktfreudig und lieben es Aufmerksamkeit zu erhalten. Perfekt ist es natürlich, wenn du ihr Freigang gönnen kannst, wenn nicht dann solltest du darauf achten, dass du die Spieleinheiten fest einplanst. Allerdings solltest du gut überlegen, ob du der anhänglichen und treuen Katze auch wirklich 15 Jahre und mehr ein Zuhause bieten möchtest und kannst. Ist dies der Fall, dann empfiehlt es sich, einen seriösen Züchter aufzusuchen, dort kannst du nicht nur Ausschau nach einem passenden Kitten halten, sondern auch prüfen, ob du eventuell allergisch auf die Tiere reagierst und auch eine ausführliche Beratung bieten seriöse Züchter an. Bevor du dich für ein oder besten falls zwei Sibirische Kitten entscheidest, solltest du auch die finanzielle Seite im Blick haben. Für Kitten mit Papieren aus seriöser Zucht musst du 800 bis 1.600 Euro rechnen, hinzu kommen die Kosten für die Erstausstattung und auch die laufenden Kosten für Futter, Streu und Tierarzt solltest du einkalkulieren. Ist dies alles geklärt, steht dem Einzug des neuen Familienmitglieds nichts mehr im Wege.

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