Maus oder Ratte als Haustier

Was passt besser zu dir?

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Inhalt - Alles im Überblick

Mäuse und Ratten scheinen, bis auf die unterschiedliche Körpergröße, fast identisch zu sein. Woran mache ich also fest, welches dieser Tiere ich halten will?
Wir erklären dir, welche Unterschiede es zwischen Ratten und Mäusen gibt und welches der Tiere am besten zu dir passt.

Mäuse und Ratten – das solltest du bei der Anschaffung der Nagetiere beachten

Der Kauf von Ratten und Mäusen ist nicht besonders kompliziert.
Es gibt zahlreiche Anbieter, bei denen du deine Wunschtiere kaufen kannst:

  • Über den Tierschutz: Tierheime, Pflege- und Vermittlungsstellen
  • Im Internet
  • Auf Messen
  • In Zoohandlungen
  • Beim Züchter

Einige Verkäufer gehen jedoch nicht sehr verantwortungsbewusst mit den Nagetieren um. Achte deshalb darauf:

  • dass die Tiere gesund wirken und im besten Falle bereits medizinisch untersucht worden sind
  • dass die Ratten/Mäuse nicht trächtig sind und die Geschlechtsangaben stimmen
  • dass eine professionelle Beratung erfolgt
  • dass du die Zuchtstätte und die Eltern begutachten darfst
  •  dass der Kaufpreis angemessen ist
  • dass die Tiere nicht jünger als 6 (bezogen auf Ratten) beziehungsweise 8 (bezogen auf Mäuse) Wochen alt sind

Manche Tierheime bieten ihre Ratten oder Mäuse sogar auf Probe an. Das kann eine sinnvolle Maßnahme sein, die Verträglichkeit des Neuzugangs vorab auszuprobieren, ehe man sich verbindlich festlegen muss. Bei Züchtern und Zoogeschäften hast du diese Möglichkeit normalerweise nicht.
Gewöhnliche Ratten und Mäuse bekommst du zu einem niedrigen Einkaufspreis (durchschnittlich 10 Euro pro Tier). Allerdings kommen noch Kosten für den Käfig und die Einrichtung hinzu. Stelle dich auf Erstausgaben von etwa 150 Euro ein.
Achte auch darauf, dass du die Ratte oder Maus sicher ins neue Zuhause transportierst. Leihe oder kaufe dir dazu eine kleine Box und bedenke, dass der kleine Passagier Kunststoff, Pappe und Holz innerhalb kurzer Zeit zernagen kann.

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Dies sind die Unterschiede zwischen Maus und Ratte

Mäuse und Ratten unterscheiden sich in vielen Punkten und in mancher Hinsicht sind sie gleich.

Die wichtigsten Unterschiede sind:

  • Die Ratten stammen biologisch gesehen von Mäusen ab. Deshalb sehen sie auch so ähnlich aus. Beide bilden jedoch eigene Gattungen (Rattus, die Gattung der Ratten und Mus, die Gattung der Maus), die der Unterfamilie der echten Mäuse, in der Fachsprache „Murinae“, angehören
  • Auf den ersten Blick fallen vor allem die optischen Unterschiede auf. Mäuse werden maximal 10 Zentimeter lang und 50 Gramm schweren, während die Ratte eine Körperlänge von 26 Zentimetern und ein Gewicht von 600 Gramm erreichen kann
  • Die Lebenserwartung der Ratte beträgt im Vergleich zur Maus etwa ein Drittel mehr (die Ratte wird maximal drei und die Maus höchstens zwei Jahre alt)
  • Ratten sind menschenbezogen und stellen sich auf den Lebensrhythmus ihres Halters ein während Mäuse sich nicht sonderlich für die Menschen interessieren.

In diesen Hinsichten sind Mäuse und Ratten gleich:

  • Beide Tierarten sind sehr intelligent
  • Ratten und Mäuse haben ihre Wachphase in der Nacht
  • Sowohl Ratten als auch Mäuse sind sozial
  • Die Kosten für Anschaffung und Haltung sind in etwa gleich
  • Biologisch gibt es viele Parallelen.
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Dies ist die richtige Ratten-Haltung

Diese Voraussetzungen stellt die Ratte an ihre Unterkunft:

Ratten sind sozial und brauchen den Familienverband. Das Bedürfnis nach einem sozialen Gefüge schließt die Einzelhaltung aus. Du solltest dir also mindestens drei Tiere holen. Falls kein Nachwuchs gewollt ist, sollte die Gruppe gleichgeschlechtlich sein, alternativ dazu kann der Tierarzt deine Ratten auch kastrieren.

Ratten brauchen ausreichend Platz und ein vielfältiges Beschäftigungsangebot. Wenn diese Dinge fehlen, eignen sie sich störendes und stereotypes Verhalten an. Der Käfig sollte nicht kleiner als ein Kubikmeter sein. Zusätzlich solltest du deinen Ratten, nachdem sie zahm sind, regelmäßig Freilauf gewähren. Die Einrichtungselemente sollten Abwechslung bieten und sich an den natürlichen Vorlieben der Ratten orientieren. Ratten klettern gerne (Seile, Zweige, Hängebrücke etc.), bewegen sich auf verschiedenen Ebenen (Rampen, Aussichtsplattformen), knabbern an Dingen herum (Weiderolle oder naturbelassenes Holz) und brauchen Schlaforte (Ratten-Häuschen) und ein sicheres Versteck (ein großes Stück Rinde, ein Tunnel oder ein Haus aus Stein).

Deine Ratten brauchen Zugang zu frischem Wasser, welches du ihnen über eine Nippeltränke anbieten kannst.

In Hinblick auf die Fütterung sind Ratten sehr unkompliziert, weil sie zu den Allesfressern zählen. Du kannst ihnen Mäusefutter (am besten in Pelletform, damit die Ratten das Futter nicht selektieren) geben und zusätzlich Obst und Gemüse servieren. Auch tierische Eiweiße, wie Mehlwürmer, und Milchprodukte, wie das ein oder andere Stück Käse, sind bei den kleinen Nagern gern gesehen.
Da die Nagezähne der Ratte kontinuierlich wachsen, braucht sie einen harten Gegenstand (Holz, durchgetrocknetes Brot), an dem sie sich die Zähne abschleifen kann.

Lege den Käfigboden mit verträglicher Einstreu (u. a. Heu, Späne, Stroh oder Toiletten- und Küchenpapier) aus. Darin können die Ratten graben und sich gemütliche Nester bauen. Außerdem absorbiert die Einstreu den strengen Uringeruch. Mit dem richtigen Training werden Ratten sogar stubenrein, sodass du sie an eine Rattentoilette gewöhnen kannst.

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Mäuse Haltung – das musst du beachten

Diese Voraussetzungen stellt die Maus an ihre Unterkunft:

Mäuse sind soziale Tiere und fühlen sich in der Einzelhaltung nicht wohl (Ausnahme: die Fettschwanz-Rennmaus lebt gern allein). Eine artgerechte Gruppe sollte aus mindestens drei Individuen bestehen. Allerdings musst du darauf achten, dass die Gruppenmitglieder gleichgeschlechtlich sind, weil sich Mäuse rasend schnell vermehren. Obgleich Mäuse sehr klein sind, gibt es einige Tierärzte, die sie trotzdem kastrieren. Jedoch kommt es aufgrund der geringen Körpergröße häufig zu Komplikationen. Einige Mäuse wachen nach der Narkose nicht wieder auf.
Falls du den Nachwuchs sogar ausdrücklich wünschst, musst du die Tiere natürlich nicht in reine Mädels- oder Jungsgruppen separieren, du solltest dir aber frühzeitig überlegen, was du mit den Nachkommen machst.

Mäuse langweilen sich nicht gerne und brauchen deshalb genügend Abwechslung und ausreichend (für eine Kleingruppe mindestens einen halben Kubikmeter) Platz. Langeweile wirkt sich nachteilig auf die Psyche und das Verhalten der Tiere aus. Achte deshalb darauf, dass die Einrichtungselemente vielseitig nutzbar sind und tausche sie hin und wieder gegen neue Gegenstände aus. Diese Einrichtung ist unverzichtbar und macht den Mäusen Spaß:

  • Klettergeräte, beispielsweise aus Seilen oder Naturmateria
  • Aussichtspunkte durch ein Mehrebenensystem im Käfig oder durch eine selbstgebaute Holzplattfor
  • Versteckmöglichkeiten, zum Beispiel in einem Tunnel oder hinter einem großen Stei
  • Schlafdomizil, etwa in einem Fertig-Mäuse-Haus

Mäuse müssen jederzeit die Möglichkeit haben, frisches Wasser trinken zu können. Nippeltränken haben den Vorteil, dass sie nicht so leicht verschmutzen, wie zum Beispiel ein offener Napf.

Der Fachhandel bietet für Mäuse Vollnahrung an. Lose Futtermischungen haben gegenüber Pellets den Nachteils, dass die Mäuse selektieren, also nicht alle Bestandteile in der gleichen Menge fressen, wodurch es zu Mangelerscheinungen kommen kann. Das Hauptfutter kannst du erweitern, indem du deinen Mäusen hin und wieder frisches Obst und Gemüse, Milchprodukte und tierisches Protein servierst. Achtung: Mäuse aus trockenen Regionen vertragen nicht so viel Feuchtigkeit. Füttere diese Tiere statt mit frischem lieber mit getrocknetem Obst.

Die Nagezähne der Maus wachsen ein Leben lang. Damit es nicht zu einer Zahnfehlstellung und schmerzhaften Verletzungen kommt, braucht sie Gegenstände (Beispiel: hartes Brot oder spezielle Kauspielzeuge für Mäuse aus dem Zoofachmarkt) an denen sie sich die Zähne kürzen kann.

Entscheide dich für eine Einstreu (du kannst aus einer breiten Produktpalette wählen: Hanf, Baumwolle, Pellets aus Stroh etc.) und lege den Käfigboden damit aus. Die Mäuse können darin wühlen und sich gemütliche Kuschelecken bauen. Außerdem beugt die Einstreu unangenehmen Gerüchen vor. Biete deinen Mäusen, wenn du magst, zusätzlich eine mit Sand gefüllte Ecktoilette an.

Maus oder Ratte – so kannst du dich entscheiden

Weil es bei Ratten und Mäusen so viele Überschneidungen gibt, fällt die Entscheidung für oder gegen eine der Gattungen nicht leicht.

Folgende Fragen sollen dabei helfen, deiner persönlichen Entscheidungen auf die Spur zu kommen:

  1. Bereitet es dir große Freude, deinem Haustier zuzuschauen oder möchtest du Streicheleinheiten austauschen und direkt mit ihm interagieren? Ratten werden schnell zahm und finden Gefallen an Berührungen wohingegen sich Mäuse lieber distanzieren. Mäuse zeigen Abwehrverhalten, wenn man sie bedrängt, deshalb sind Ratten für den Umgang mit Kindern generell eher zu empfehlen
  2. Hast du einen geregelten Arbeitsrhythmus und gehst zu festen Zeiten aus dem Haus? Dann könnten Mäuse das Richtige für dich sein, weil sie einen gleichbleibenden Tagesablauf präferieren. Wenn du flexibel bist, passt die Ratte besser, weil sie nicht auf die Einhaltung einer festen Routine besteht
  3. Befindest du dich um Umschwung oder kannst du in die Zukunft planen? Mäuse werden höchstens zwei Jahre alt, weshalb sie auch für Personen infrage kommen, die sich nicht lange binden wollen oder die bezüglich ihrer Zukunft noch unsicher sind
  4. Wohnst du in einer kleinen Wohnung oder hast du großflächig Platz? Während Mäuse in einem großen Käfig leben können, ist ein Standardkäfig für Ratten zu klein. Ratten bekommen im besten Fall einen eigenen Raum oder sind zumindest für eine begrenzte Zeit innerhalb des Zimmers/der Wohnung völlig frei.
Maus oder Ratte

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