Clickertraining mit Katzen

Clickertraining Katze: tolle Beschäftigung für Samtpfoten

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Inhalt - Alles im Überblick

Wenn du deiner Katze neue Dinge beibringen willst oder auch bestimmte Verhaltensweisen abgewöhnen willst, kann das sogenannte Clickertraining sehr praktisch sein. Doch damit das klappt, solltest du einige Punkte beachten und vor allem mit der nötigen Geduld an die Sache herantreten. Denn Katzen haben ihren eigenen Kopf und machen nur das, wonach ihnen ist. Wenn sich deine Samtpfote darauf einlässt, ist es eine tolle Sache, wenn nicht solltest du das aber auch akzeptieren. Erfahre im folgenden Ratgeber alles zu dem Clickertraining und erhalte einige nützliche Tipps.

Was genau ist das Clickertraining mit Katzen?

Beim Clickertraining nutzt du einen sogenannten Clicker, um deine Katze auf ein bestimmtes Verhalten aufmerksam zu machen oder sie zu belohnen. Durch das akustische Signal, das dieses Hilfsmittel erzeugt, lenkst du das Verhalten auf dich und kannst es auf unterschiedliche Weisen steuern. Bei dem Clicker selbst handelt es sich um ein kleines Gerät mit einem Auslöseknopf, den du drückst, wenn du einen bestimmten Effekt erzeugen willst. Durch ein kurzes, aber gezieltes Knackgeräusch, erkennt deine Katze, dass sie entweder was Richtiges oder etwas Falsches gemacht hat.

Die Katzen Clicker-Box ist sehr einfach zu bedienen und komfortabel mitzuführen, da sie recht klein ist. Entweder du steckst sie in der Hosentasche oder hängst sie an dein Handgelenk mithilfe eines kleinen Bandes. So hast du sie immer griffbereit und kannst jederzeit ein Zeichen setzen.

Clickertraning Katze

Was können Katzen mit dem Clicker lernen?

Mit dem Katzen Clicker können Stbentiger unterschiedliche Dinge lernen. Das Training beginnt bei einfachen Verhaltensweisen und die Tiere erfahren dabei bestimmte Tricks. Am Anfang solltest du langsam beginnen und kannst deiner Samtpfote zum Beispiel zeigen, wie sie „Sitz“ macht. Beachte aber immer, dass du sie am Anfang nicht überfordern solltest. Denn dann kann es sein, dass sie beim nächsten Mal nicht mehr am Clickertraining teilnehmen will. Daher lässt du immer Mal wieder einige einfache Tricks durchführen und belohnst sie mit ausgiebigen Streicheleinheiten oder hin und wieder auch mit einem Leckerli.

Später lassen sich dann auch einige komplizierte Dinge einstudieren, wie zum Beispiel die Aktionen „Platz“ oder „Gib mir Fünf“. Es ist vieles möglich, doch die Katze entscheidet immer, ob sie an dem Clickertraining teilnimmt oder nicht.

Clickertraining Katze

Reagieren Katzen auf das Clickertraining genauso gut wie Hunde?

Ja, Katzen reagieren ähnlich auf das Clickertraining und auf das Geräusch des kleinen Hilfsmittels wie die Fellnasen. So verbinden auch sie mit diesem entweder eine Belohnung oder aber lernen mit der Zeit, unerwünschte Verhaltensweisen abzulegen. Denn das Clickergeräusch ist komplett neutral und lässt sich daher für beide Zwecke einsetzen. Ein weiterer großer Vorteil des Clickers ist die Möglichkeit, die exakte und punktgenaue Bestätigung eines bestimmten Verhaltens.

Zudem kannst du ihn auch über eine größere Entfernung einsetzen, wenn zum Beispiel deine Katze in einem anderen Raum etwas Richtiges oder Falsches tut. So ist eine schnelle Reaktion möglich und es wird sofort ein Signal abgegeben. Das Clickergeräusch ist laut genug, um es über einige Meter zu hören.

Gemeinsames Clickern ist gut für die Katzenseele

Auch wenn sich Katzen im Gegensatz zu Hunden sehr gut allein beschäftigen können, freuen sie sich dennoch, wenn sich ihr Frauchen oder Herrchen mit ihnen beschäftigt. So ist das Clickertraining eine tolle Abwechslung zum Alltag und sehr gut für die Katzenseele. Aus diesem Grund wird es auch sehr häufig in Tierheimen durchgeführt und hilft ängstlichen oder aggressiven Katzen wieder neues Vertrauen zum Menschen aufzubauen.

Wie kann ich meine Katze mit Clickern trainieren?

Das Clickertraining für Katzen ist eigentlich recht einfach. Und das beste ist: Die meisten Samtpfoten nehmen gerne an der gemeinsamen Aktivität mit ihren Frauchen oder Herrchen teil. Denn Katzen sind sehr intelligente Wesen. Sie merken schnell, was sie tun müssen, um an ein Leckerli oder an eine ausgiebige Kuscheleinheit mit ihren Menschen zu gelangen. So kannst du deiner Samtpfote zum Beispiel beim Katzen Clickertraining beibringen, auf einer bestimmten Stelle zu sitzen und erst bei Ertönen des Clicker-Signals loszulaufen, um sich beispielsweise einer Futterstange zu nähern. Auch wenn es dem Stubentiger sicherlich zunächst schwerfällt, wird sie dies mit der Zeit immer souveräner absolvieren.

Clickertraning Katze

Welche Übungen helfen dabei, um meine Katze mit Clickern zu trainieren?

Das Clickertraining mit Katzen kommt bei unterschiedlichen Übungen zum Einsatz. Du wirst dich wundern, was deine Samtpfote alles lernen kann und vor allem auch will. Denn gerade dann, wenn alle Bewohner des Hauses lange im Alltag unterwegs sind, ist die Katze viel allein. Das gilt insbesondere für Hauskatzen. Da ist das Clickertraining eine tolle Abwechslung und sorgt dafür, dass die Tiere ihre grauen Zellen anstrengen müssen.

So sind sie besser ausgelastet und kommen am Abend besser zu Ruhe. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, deine Katze mit Clickern zu trainieren. So erstellst du eure ganz eigene kleine Zirkusshow und lässt deine Samtpfote folgende Übungen durchführen:

  • „Pfötchen“ geben

  • „High Five“ geben

  • „Sitz“ machen

  • ein Spielzeug apportieren

  • über ein Brett balancieren

  • von einem Stuhl zu einem anderen springen

  • „Männchen“ machen

  • Leckerli mit der Pfote aus einer leeren Küchenpapier-Rolle angeln

  • und vieles mehr

Clickertraning Katze

Die einzelnen Lernschritte beim Clickertraining mit Katzen

Um die einzelnen Übungen bestmöglich zu erlernen, durchlaufen die Katzen unterschiedliche Phasen. In der ersten verknüpfen sie das Geräusch mit dem Leckerli. Die sogenannte Verknüpfungsphase liegt in der Regel bei 0,5 – 0,7 Sekunden. Wichtig ist dabei, dass die Samtpfote die Futterstange oder jedes andere Leckerli noch nicht vor dem Clicker-Geräusch sieht. Solltest du dieses in der Hosentasche oder in der Hand aufbewahren. Sobald der Clicker gedrückt wurde, gibst du ihr die Köstlichkeit, damit sie direkt weiß, warum sie diese erhält.

Auch wenn sie vorher schon bettelt, bleibst du stark und lässt sie zuerst die jeweilige Aktion durchführen. Die nächste Phase ist die Belohnungsphase. Macht deine Katze etwas richtig, drückst du sofort den Clicker. Auch das bestärkt sie und sie erkennt, dass dies die richtige Aktion war. Achte immer darauf, nicht so lange zu warten und für die Katze den Clicker immer im passenden Moment zu drücken. Darüber hinaus kannst du ihr Verhalten auch ein wenig lenken. Wenn du zum Beispiel willst, dass sich deine Katze auf einen Stuhl setzt, belohnst du sie nicht erst, wenn sie die Aktion durchgeführt hat, sondern schon in dem Moment, wenn Sie neugierig auf ihn zuläuft. So führst du sie langsam mit dem Click-Geräusch an die gewünschte Aktion heran.

Übrigens: Du kannst das Clickertraining mit zwei Katzen durchführen, um alle Samtpfoten im Haus bestmöglich zu beschäftigen.

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