Deine Katze streicheln

So geht es richtig!

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Inhalt - Alles im Überblick

Die Katze streicheln – das tun die meisten Menschen ganz intuitiv. Doch eigentlich ist das Streicheln der Katze eine Wissenschaft für sich. Nicht an jeder Stelle sind Berührungen erwünscht. Doch von welchen Körperarealen hältst du dich besser fern und woran erkennst du, ob deine Katze die Zärtlichkeiten mag?

Die Katze richtig streicheln - so geht’s

Wenn wir unsere Katze streicheln, tun wir das meistens intuitiv. Damit können wir genau richtig liegen aber auch grobe Fehler begehen.

„Richtiges“ Streicheln geht so:

  • Die Katze bestimmt, ob sie gestreichelt werden will und welche Berührungen sie dabei mag. Wenn sich die Katze aus eigenem Antrieb auf dich zu bewegt und ihr Köpfchen an deinen Beinen oder Händen reibt, scheint sie sich für Körperlichkeiten zu interessieren.

  • Streichle mit sanften Bewegungen in die Richtung, in die das Haar natürlicherweise fällt (mit dem Strich). Viele Katzen mögen es nicht, wenn das Fell gegen den Strich gerieben wird. Außerdem reagieren einige Katzen empfindlich auf schnelles Streicheln oder Berührungen mit zu viel Druck.

  • Wenn deine Katze die Ohren anlegt oder sich den Berührungen entzieht, möchte sie keinen direkten Körperkontrakt.

  • Dass die Katze deine Liebkosungen genießt, erkennst du daran, dass sie schnurrt und ihre Augen schließt.

Allerdings gibt es kein Patentrezept, dass den Umgang mit der Katze auf eine allgemeingültige Weise beschreibt. Jedes Tier ist individuell und gibt seinem Halter etwaige Grenzen und Vorlieben auf subtile Art zu verstehen.

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Katze streicheln – die Signale der Katzen richtig deuten

Die Katze gibt dir mit ihrem Verhalten ausdrücklich zu verstehen, ob sie die Streicheleinheiten mag und wann sie wie gestreichelt werden will.

  • Wenn sie sich an ihren Menschen schmiegt,

  • abwechselnd mit der linken und der rechten Pfote tritt (sogenannter Milchtritt, auch „Treteln“),

  • wenn sie schnurrt

  • und genüsslich ihre Augen schließt,

gibt die Katze ihrem Halter zu verstehen, dass ihr der Körperkontakt gefällt.

Wenn sie sich im Zuge der Zärtlichkeiten putzt oder wenn sie währenddessen gähnt, ist sie weder abgeneigt noch sonderlich angetan.

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Katze richtig streicheln – katzogene Zonen und Tabus

Wenn du deine Katze beim Streicheln schon einmal aufmerksam beobachtet hast, hast du vielleicht schon festgestellt, dass sie die Berührungen an bestimmten Körperregionen schlicht nicht toleriert. Die meisten Katzen haben identische Tabus:

  • An den Pfoten,

  • an den Beinen,

  • am Schwanz

  • und am Bauch.

Das liegt daran, dass sie diese Körperpartien intuitiv verteidigen wollen. Verletzungen am Bauch können aufgrund der sich darin befindlichen lebenswichtigen Organe schnell tödlich sein und ihre Beine brauchen die Katzen zur Flucht und für eine erfolgreiche Jagd.

Allerdings gibt es auch Zonen, in der die Katze Berührungen wünscht. Die sogenannten katzogenen Zonen erstrecken sich vor allem auf den oberen Rücken und den Kopf.

Dieser Überblick vermittelt zwar eine grobe Idee davon, was deiner Katze beim Streicheln gefällt, doch schlussendlich sind die Präferenzen individuell. Sie stehen in Abhängigkeit zu möglichen Negativerfahrungen und zu der Vertrauensfähigkeit.

Die Katze beißt beim Streicheln – was ist der Grund?

Wenn die Katze beißt, halten wir das zunächst für eine Abwehrreaktion. Doch in Bezug auf das Beißen, dass die Katze beim Kuscheln zeigt, gibt es zwei verschiedene Versionen:

Beißen als Abwehrhandlung: Die Katze kommuniziert ein klares „Nein“. Entweder weil du versehentlich ein Tabu gebrochen hast, oder weil sie gerade einfach nicht gestreichelt werden will. Bisse zur Verteidigung können sehr schmerzhaft sein und führen nicht selten zu einer gefährlichen Infektion. Weitere Abwehrreaktionen, wie Fauchen, Schwanzschlagen oder Kratzen deuten darauf hin, dass die Katze gerade ihre Ruhe braucht. Du solltest ihre Signale unbedingt respektieren.

Beißen als Liebesbeweis: Es kann aber auch passieren, dass die Katze eine gänzlich andere Form des Beissens zeigt. Mit zartem Zwicken drückt sie ihre Zuneigung aus. Durch Bisse dieser Art kann in der Regel nicht allzu viel passieren, weil sie nur sehr oberflächlich sind. Steigert sich die Katze jedoch in einen regelrechten Liebesrausch hinein, kann es vorkommen, dass sich die Bisse auf unangenehme Weise intensivieren. Am besten brichst du die Streicheleinheiten an dieser Stelle ab.

Rollige Katze streicheln – was muss ich beachten?

Liebesbisse zeigen Katzen übrigens während der Paarungszeit. Das ist auch der Grund dafür, weshalb sie diese bei intensiven Streicheleinheiten auf die Liebkosungen ihres Halters transferieren.
Während der Rolligkeit nimmt das instinktive Reaktionsmuster der Katze ein völlig anderes Ausmaß an. Bei Berührungen recken die Damen ihren Po in die Höhe und reagieren mit lautem Geschrei. Während der Rolligkeit gibt es zwar kein Streichelverbot, allerdings werden die Ruhestörungen geraden in Mehrfamilienhäusern schnell zu einem echten Nachbarschaftsproblem. Deshalb ist dazu zu raten, während der allgemeinen Schlaf- und Pausenzeiten vom Kuscheln mit der Katze Abstand zu nehmen. Zum Glück ist die Rolligkeit nach spätestens zwei Wochen wieder vorbei, sodass ihr dann wieder völlig unbekümmert miteinander schmusen könnt.

Meine Katze duckt sich immer beim Streicheln

Einige Katzen sind vom Typ eher distanziert. Manche von ihnen kommen mit der Zeit aus sich heraus, andere bleiben ihrem Halter auch nach einigen Jahren des Zusammenlebens lieber fern.
Diese Katzen ducken sich beim Streicheln und weichen den Kontaktversuchen ihres Halters aus. Das Ducken gilt als Warnung und soll eine Grenzüberschreitung signalisieren. Falls du nicht darauf reagierst, könnte die Katze ihre Abwehrtechniken intensivieren, sie könnte also fauchen, beißen oder mit ausgefahrenen Krallen nach dir hauen. Deshalb ist es wichtig, die Warnzeichen deiner Katze stets zu akzeptieren.

Katze am Bauch streicheln – mag sie das?

Wie bereits erwähnt, ist der Bauch ein sensibler Bereich, weshalb viele Katzen an dieser Stelle keine Berührungen tolerieren. Allerdings trifft das nicht auf alle Katzen zu.
Je intensiver die Vertrauensbasis ist und je länger die Verbindung zwischen Mensch und Katze bereits besteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Halter seine Katze auch in dieser Zone anfassen darf. Einige Katzen fordern das Streicheln des Bauches sogar ganz gezielt ein, indem sie sich auf den Rücken rollen und ihre Plauze einladend präsentieren.

Meine Katze macht einen Buckel beim Streicheln

Katzen machen einen Buckel, um größer auszusehen. Die optische Täuschung nutzt ihnen vor allem in der direkten Konfrontation und im Kampf. Allerdings kann der Buckel auch Ausdruck von Wohlgefallen sein.

Wenn die Katze ihren Buckel gegen deine Hände oder an deine Beine drückt, fordert sie damit Zärtlichkeiten ein.

Du kannst ganz einfach erkennen, um welche Art von Buckel es sich bei dem Buckel handelt, den deine Katze gerade macht.

Buckelt die Katze aus Angst, erkennst du das an zusätzlichen Körpersignalen wie:

  • Angelegte Ohren

  • Buschiges Rückenfell und buschiger Schwanz

  • Vergrößerte Pupillen

  • Fauchen

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