Impfungen beim Hund

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Hund hat Angst vor Impfung

Inhalt - Alles im Überblick

Die Impfungen beim Hund können – je nach Lebenslage – sinnvoll oder auch verzichtbar sein. Welchen Nutzen eine Impfung hat, in welchen Abständen sie aufgefrischt werden muss, wie hoch die Kosten ausfallen und ob es eine Impfpflicht gibt, kommt auf zahlreiche Faktoren an. Erfahre im Folgenden, was die ausschlaggebenden Punkte sind.

Welche Impfungen sind bei Hunden Pflicht?

Die Impfungen beruhen in Deutschland grundsätzlich auf Freiwilligkeit. Lediglich in zwei Ausnahmesituationen sind einige Schutzimpfungen Pflicht:
Auslandsaufenthalt: Die Ein- und Ausreise ins Ausland wird häufig von einer wirksamen Impfung gegen Tollwut abhängig gemacht. Da das Immunsystem junger Hunde noch nicht voll ausgereift ist, werden sie frühestens im Alter von 12 Wochen gegen die Tollwuterreger geimpft. Der volle Impfschutz tritt drei Wochen nach der Impfung ein, was bedeutet, dass der Auslandsaufenthalt erst ab der 16. Lebenswoche möglich ist.
Hundeschule/Hundepension: Viele Hundeschulen und Hundepensionen legen den Impfschutz gegen Staupe, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut, Hepatitis und Zwingerhusten vertraglich als verpflichtend fest, um das Infektionsrisiko auf ihrem Gelände zu minimieren. Anhand des Impfausweises müssen die Hundehalter den Nachweis erbringen, dass die erforderlichen Impfungen zeitgemäß durchgeführt worden und somit wirksam sind.

Beagle Hund wird Geimpft

Impfungen für Hunde: Die Kosten

Die GOT legt die tiermedizinischen Gebühren fest. Es gibt also einen ganz konkreten Rahmen, der für die Tierärzte verbindlich ist. Allerdings haben sie die Möglichkeit, den endgültigen Betrag zwischen dem gesetzlich festgelegten Mindest- und Höchstwert (1-facher, 2-facher oder 3-facher Gebührensatz) selbst zu wählen. Einfache Dienstleistungen, wie das Impfen eines Hundes, fallen in der Regel aber günstig aus.
Aus diesen Einzelposten ist die Gesamtsumme aufgebaut:
1. Die Kosten für die Schutzimpfung: Die aktuell geltende GOT sieht für die Schutzimpfung einen Betrag zwischen 4,49 Euro (1-facher Gebührensatz) und 13,47 Euro (3-facher Gebührensatz) vor. Mit diesem Kostenpunkt ist die reine Injektion gemeint.
2. Der Impfstoff: Die Kosten für den Impfstoff berechnen sich danach, ob es sich um einen Einzel- oder Kombiimpfstoff handelt, ob es aufgrund der Abnahmemenge einen Mengenrabatt gegeben hat und davon, welcher Hersteller das Produkt vertreibt.
3. Die Bestandsgebühr: Dadurch, dass der Tierarzt nur gesunde Hunde impfen darf, entsteht eine weitere Untersuchungs- oder auch Bestandsgebühr. In diesen Kostenaspekt fließen außerdem auch die Ausgaben für Schutzkleidung und die Verwaltungstätigkeiten in der Praxis ein.
4. Der Steuersatz: Abschließend kommen noch 19 % Mehrwertsteuer hinzu.
Zusammenfassung: Die Gesamtkosten betragen rund 30 Euro für ein Einzel- oder bis zu 150 Euro für ein Kombinationsprodukt.
Tipp: Es gibt einige Versicherungen, die die jährlichen Impfkosten vollständig oder in Höhe eines Pauschalbetrages übernehmen.
Falls du deinen Hund überflüssige Impfungen ersparen willst, kannst du eine Blutanalyse veranlassen, im Rahmen, welcher die Menge der Antikörper ermittelt wird. Das Impfintervall kann sich verlängern, wenn nach der letzten Impfung im Blut des Hundes noch genügend Antikörper vorhanden sind. Für die Blutentnahme und die Antikörperuntersuchung, die für jeden Titer (Tollwut, Zwingerhusten, Leptospirose) einzeln vorgenommen werden muss, fallen allerdings deutlich höhere Kosten als für die Impfungen an. Demgegenüber können Tierärzte die Antikörpermenge von Staupe, Hepatitis und Parvovirose heutzutage auch mit einem Schnelltest zu ähnlichen Preisen wie der jeweiligen Impfung kontrollieren.
Erkundige dich am besten vorab bei deinem Tierarzt über die anfallenden Kosten, da die gewählten Gebührensätze in den Praxen manchmal variieren. Die Kosten sollten aber nicht der alles entscheidende Faktor sein. Am Ende zählen schließlich auch die medizinische Herangehensweise, die Expertise und die Qualität. Bedenke auch, dass die Behandlung einer Erkrankung, die durch den Verzicht auf die Impfung entsteht, die Kosten derselben um ein Vielfaches übersteigen kann.

Welpe wird geimpft

Welche Impfungen beim Hund sind empfohlen?

Gemäß der Leitlinie zur Impfung von Kleintieren sind für Hunde die folgenden Impfungen empfohlen:
Hepatitis contagiosa canis (HCC)
Übertragungsweg: durch die orale Aufnahme von Kot und Urin
Symptome: Fieber, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen und Entzündungen
Tödlicher Verlauf: möglich
Für den Menschen gefährlich: nein
Leptospirose
Übertragungsweg: über den Urin kleiner Beutetiere
Symptome: schwere Organschäden
Tödlicher Verlauf: möglich
Für den Menschen gefährlich: ja
Parvovirose
Übertragungsweg: über infektiösen Kot
Symptome: Durchfall, Erbrechen, Fieber, Husten, Herzmuskelentzündungen und Atemnot
Tödlicher Verlauf: akute Lebensgefahr
Für den Menschen gefährlich: nein
Staupe
Übertragungsweg: im Wege der Tröpfcheninfektion
Symptome: Verdauungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Erkältungssymptome, Augen- und Nasenausfluss, Zahnprobleme, Fieber, Lähmungen und Krämpfe, Gehirnschäden und Antriebslosigkeit
Tödlicher Verlauf: möglich
Für den Menschen gefährlich: nein
Tollwut
Übertragungsweg: durch den Speichel infizierter Tiere
Symptome: Fieber, Erbrechen, Durchfall, Lähmungserscheinungen, Kampfanfälle, vermehrter Speichelfluss, Unruhe und Aggressionen
Tödlicher Verlauf: ja
Für den Menschen gefährlich: ja
Bei diesen fünf Impfungen handelt es sich um sogenannte Core-Vakzine, die hierzulande zwar nicht verpflichtend, zum Schutz vor potenziell tödlichen Krankheiten jedoch dringend zu empfehlen sind. All diese Krankheiten nehmen ohne Impfung einen schwereren, bis hin zum tödlichen Verlauf und können teilweise sogar auf den Hundehalter (als sogenannte Zoonose) übergehen.

Wann welche Impfung beim Hund?

Das Impfschema beginnt mit der Grundimmunisierung beim Hund.

  • Bei seiner ersten Impfung ist der Welpe in der Regel ungefähr acht Wochen alt, weil der Schutz durch die Muttermilch in diesem Alter allmählich unzureichend ist. Die erste Impfung beugt gegen die Krankheiten Hepatitis, Parvovirose, Staupe und Leptospirose vor.

  • Die Impfung gegen Hepatitis, Parvovirose, Staupe und Leptospirose wird in der zwölften Lebenswoche wiederholt.

  • Bei der zweiten Impfung, also in der zwölften Lebenswoche des Welpen, findet zudem die erste Tollwutimpfung statt.

  • In der 16. Lebenswoche wird erneut gegen Parvovirose und Staupe geimpft.

  • Im 15. Lebensmonat wird die ursprüngliche Dreierkombination gegen Parvovirose, Staupe und Leptospirose wiederholt. Diese Impfung kann aber entbehrlich sein, wenn die vorige Impfbehandlung nachgewiesenerweise (Antikörperbestimmung im Blut) bereits voll wirksam war.

Ausnahme: Ab der dritten Lebenswoche ist die Impfung gegen Parvovirose und Staupe möglich. Das sollte jedoch nur bei einem besonders hohen Infektionsrisiko geschehen.

Die Auffrischung

Da die Impfungen den Hund auf eine körperliche Belastungsprobe stellen, ist es grundsätzlich richtig, wenn der Hundehalter das empfohlene Impfschema hinterfragt. Die Auffrischungszeiträume sind eher als eine Art tendenzieller Richtwert zu verstehen, von dem (bestenfalls nach Rücksprache mit dem Tierarzt) auch abgewichen werden kann. Wie lang das Impfintervall sein sollte, hängt mit dem verwendeten Impfstoff, dem Hersteller beziehungsweise der Menge der noch vorhandenen Antikörper (Titerbestimmung) zusammen.

Wie oft muss ich meinen Hund impfen lassen?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

  1. Auffrischungsimpfungen nach einem Jahr (gegen bakterielle Erkrankungen): Die Auffrischung gegen Zwingerhusten und Leptospirose muss für den bestmöglichen Schutz im Jahresabstand sein.

  2. Auffrischungsimpfungen nach drei Jahren (gegen virale Infekte): Diese ist bei Staupe, Hepatitis, Tollwut und Parvovirose zu empfehlen.

Aber: In der Praxis werden Leptospirose, Hepatitis und Staube häufig gemeinsam mit einem Kombiimpfstoff im Jahresturnus nachgeimpft.

Vorteile des Dummytrainings sind also folgende:

  • körperliche Auslastung
  • geistige Auslastung
  • enge Bindung zwischen Hund und Besitzer
  • Abwechslung und Spaß
  • gemeinsames Hobby
Deutscher Schäferhund wird geimpft

Welche Impfungen braucht ein Hund?

In bestimmten Lebenslagen können weitere Impfungen (sogenannte Non-Core-Vakzine) sinnvoll sein. Doch wie viele Impfungen braucht ein Hund?

Diese Impfstoffe sind optional:

Leishmaniose
Übertragungsweg: über das Blut
Symptome: Organschäden
Tödlicher Verlauf: möglich
Übertragung zwischen Mensch und Hund: selten
Impfempfehlung: in tropischen Reisegebieten

Zwingerhusten
Übertragungsweg: Tröpfcheninfektion
Symptome: Husten, Nasenausfluss, Würgezeit, Entzündungen im Bereich der Atemwege und Atemnot
Tödlicher Verlauf: möglich
Übertragung zwischen Mensch und Hund: nein
Impfempfehlung: in Hundegruppen

Borreliose
Übertragungsweg: über einen Zeckenbiss
Symptome: Fieber, Gelenkschmerzen, Lähmungen, Nierenentzündung, Nervenschäden, Abgeschlagenheit
Tödlicher Verlauf: möglich
Übertragung zwischen Mensch und Hund: nein
Impfempfehlung: in Risikogebieten

Babesiose
Übertragungsweg: über einen Zeckenbiss
Symptome: Fieber, Blutarmut, Schädigung der roten Blutkörperchen
Tödlicher Verlauf: möglich
Übertragung zwischen Mensch und Hund: nein
Impfempfehlung: in Risikogebieten

Hautpilz
Übertragungsweg: über den Direktkontakt zu infizierten Tieren oder kontaminierte Gegenstände
Symptome: Schuppen, Krustenbildung, Rötung, Haarausfall
Tödlicher Verlauf: nein
Übertragung zwischen Mensch und Hund: ja
Impfempfehlung: bei einer zu befürchtenden oder bestehenden Infektion

Erkundige dich am besten bei einem Tierarzt, welche Wahlimpfstoffe er deinem Hund empfiehlt.

Ein weiterer Tipp ist, dass du immer Abwechslung ins Training bringst. So wird es nicht langweilig und der Hund bleibt motiviert. Abwechslung schaffst du, indem du das Gelände wechselst oder hin und wieder neue Dummys kaufst. Zudem reicht der Dummy Sport weit über die drei Bereiche Markieren, Suchen und Einweisen hinaus. Daneben steht zum Beispiel die Übung Schleppe. Hier wird der Dummy an einer Leine befestigt und du ziehst ihn vom Startpunkt aus bis hin zum Versteck. Nun muss dein Hund seinen Geruchssinn einsetzen und die Fährte verfolgen. Ein weiterer Übungsbereich ist Steadiness. Dabei geht es darum, dass dein Hund genau auf deine Anweisungen hört und so lange stillsitzt, bis dein Kommando zum Suchen kommt.
Der letzte und wohl wichtigste Tipp ist das liebevolle Loben und Belohnen für gute Leistungen.

Corgi Hund wird geimpft

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