Was dürfen Hunde nicht essen?

Haltet sie immer davon fern!

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Inhalt - Alles im Überblick

Was dürfen Hunde nicht essen? Diese Frage stellt sich spätestens dann, wenn der Hund darum bettelt, auch etwas von den Speisen seines Halters abzubekommen.
Viele Lebensmittel, die für uns unbedenklich sind, dürfen unsere Hunde keinesfalls konsumieren.

Was ist giftig für Hunde?

Viele Lebensmittel, die wir tagtäglich zu uns nehmen, können für unsere Vierbeiner toxisch sein. Folgende Auflistung soll euch dabei helfen, giftige Speisen zu gruppieren. Das hilft euch, einen Sinn dafür zu entwickeln, welche Lebensmittel giftig oder unverträglich sind, ohne sich vorab genau darüber zu informieren:

  • Generell solltet ihr bei Unsicherheit nur Nahrungsmittel verfüttern, die euer Hund bereits kennt.
  • Menschliche Speisen gehören prinzipiell nicht in den Futternapf.
  • Alle Lebensmittel, die der Mensch nur in gekochter Form genießen kann, darf auch der Hund nicht roh konsumieren.
  • Sehr fette, verarbeitete und stark gewürzte Speisen sind für Hunde ungesund.
  • Süße Lebensmittel verträgt der Hund, wenn überhaupt, nur in ganz geringen Dosierungen.
  • Salz greift die Organe des Hundes an und ist deshalb ebenfalls stark zu reduzieren.
  • Milchprodukte lösen in großen Mengen Verträglichkeitsprobleme aus.
  • Tierische Produkte mit kleinen, spitzen Knochen (Geflügel oder Fisch) bedeuten für Hunde eine Verletzungsgefahr.
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Giftige Lebensmittel für Hunde: Liste

In der Küche lauern allerlei gefahren. Damit ihr die potenziellen Risiken auf einen Blick erkennen könnt, sind die giftigsten Lebensmittel in folgender Übersicht aufgeführt:

  • Knoblauch – gar nicht.

    Grund: N-Propyldisulfid und Allicin führen zur Blutarmut.

  • Zwiebeln – gar nicht.

    Grund: N-Propyldisulfid und Allicin führen zur Blutarmut.

  • Lauch – gar nicht.

    Grund: N-Propyldisulfid und Allicin führen zur Blutarmut.

  • Rohes Schweine- und Geflügelfleisch – gar nicht.

    Grund: Das durch Schweine überträgliche Aujeszky-Virus nimmt einen tödlichen Verlauf und rohes Geflügelfleisch birgt Salmonellengefahr.

  • Leber – nur in geringen Mengen.

    Grund: Leber enthält zu viel Vitamin A und dieses greift in erhöhter Konzentration die Knochensubstanz an.

  • Rohe Kartoffeln – gar nicht.

    Grund: Rohe Kartoffeln enthalten das giftige Solanin.

  • Rohe Tomaten – in geringen Mengen, wenn sie reif und rot sind.

    Grund: Rohe, grüne Tomaten enthalten das giftige Solanin.

  • Rohe Auberginen – gar nicht.

    Grund: Rohe Auberginen enthalten das giftige Solanin.

  • Rohe Paprika – gar nicht.

    Grund: Rohe Paprika enthält das giftige Solanin.

  • Erhitzte Knochen – gar nicht.

    Grund: Spröde Knochen können splittern, wodurch es zu inneren Verletzungen oder Schäden an den Zähnen kommen kann.

  • Röhrenknochen – gar nicht.

    Grund: Spröde Knochen können splittern, wodurch es zu inneren Verletzungen oder Schäden an den Zähnen kommen kann.

  • Koffein – gar nicht.

  • Grund: Der Stoffwechsel des Hundes kann nicht angemessen auf eine Koffeeinzuführung reagieren.

  • Milchprodukte – in geringen Mengen.

    Grund: Hunde haben ein erhöhtes Risiko für Laktoseintoleranz und können Milchprodukte deshalb nicht immer gut verdauen.

  • Nikotin – gar nicht.

    Grund: Nikotin ist ein Nervengift.

  • Erdnüsse und Macadamia – gar nicht.

    Grund: Es kann eine Unverträglichkeit bestehen.

  • Walnüsse – in geringen Mengen, wenn sie durchgetrocknet und frei von Pilzen sind.

    Grund: Die Häute frischen Walnüsse können giftig und die Pilze unter der Schale gesundheitsbedrohlich sein.

  • Haselnüsse, Mandeln und Maronen – in geringen Mengen.

    Grund: Nüsse sind fetthaltig und es kann zur Verfettung kommen.

  • Weintrauben und Rosinen – gar nicht.

    Grund: Die Obsthaut löst bei Hunden Magen- und Verdauungsprobleme aus.

  • Steinobst – gar nicht, wenn der Kern noch enthalten ist.

    Grund: Die Kerne enthalten Blausäure, die giftig ist. Außerdem lösen die Kerne innerhalb des Verdauungstrakts manchmal Verletzungen oder Darmverschlüsse aus.

  • Rohe Hülsenfrüchte – gar nicht.

    Grund: Phasin ist ein lebensbedrohliches Gift und beeinflusst die Blutzirkulation.

  • Avocado – gar nicht.

    Grund: Persin greift den Herzmuskel des Hundes an.

  • Alkohol – gar nicht.

    Grund: Die Wirkung von Alkohol ist bei Hunden übermäßig stark. Außerdem ist ihr Organismus nicht darauf ausgelegt, Alkohol wieder abzubauen.

  • Hopfen – gar nicht.

    Grund: Durch den Konsum von Hopfen begibt sich der Hund in akute Lebensgefahr.

  • Schokolade – gar nicht.

    Grund: Theobromin kann tödlich sein.

  • Süßungsmittel – gar nicht.

    Grund: Viele Süßstoffe beeinflussen den Insulinhaushalt und lösen Magen-Darm-Probleme aus. Xylit kann sogar tödlich sein.

  • Gekochte Pilze – in geringen Mengen.

    Grund: Rohe Pilze sind nicht gut zu verdauen.

  • Gekochten Kohl – in geringen Mengen.

    Grund: Kohl löst bei Hunden Blähungen und Bauchbeschwerden aus.

  • Rohes Eiklar – gar nicht.

    Grund: Durch Avidin und Trypsininhibitoren kann es zu einem Biotinmangel kommen.

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Obwohl viele Nahrungsmittel für Hunde nicht verträglich sind, gibt es auch einige, die ihr bedenkenlos verfüttern könnt.

Dazu zählen:

  • Eigelb
  • Bananen
  • Cashewnüsse
  • Beeren
  • Entkernte Äpfel
  • Melone
  • Kokosnuss
  • Kürbis
  • Geringe Mengen Honig
  • Nudeln
  • Reis
  • Haferflocken
  • Olivenöl

Viele Lebensmittel, die uns gut bekommen, sind für unsere Vierbeiner eine ernstzunehmende Gefahr.

Wenn ihr euch in puncto Zubereitung und Verträglichkeit einzelner Lebensmittel nicht ganz sicher seit, solltet ihr euch vor der Fütterung genaustens informieren.

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Wenn der Hund mit in der Wohnung lebt, kommt er zwangsläufig auch mit den dortigen Pflanzen in Kontakt. Das muss nicht immer beabsichtigt sein, sondern kann auch durch einen Unfall oder einen Moment der Unachtsamkeit geschehen. Am besten platziert ihr die Pflanzen an einem Ort, den der Hund unter keinen Umständen erreichen kann. Denkt auch daran, dass ein Kind oder eine Katze eine der Pflanzen versehentlich zu Fall bringen kann.
Falls ihr eure Zimmerpflanzen nicht sicher deponieren könnt, ihr aber auch nicht darauf verzichten wollt, solltet ihr zur räumlichen Begrünung ausschließlich ungiftige Exemplare nehmen.

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Diese klassischen Gefahrenpflanzen sollten nicht in eurer Wohnung stehen:

  • Agave
  • Efeutute
  • Geranie
  • Gummibaum
  • Hortensie
  • Lilie
  • Orchidee
  • Weihnachtsstern

Auch andere Pflanzen können für den Hund gefährlich sein. Ihr solltet vor dem Kauf unbedingt das Gefahrenpotenzial des jeweiligen Grünlings recherchieren.

Es gibt übrigens verschiedene Arten, auf die die Pflanze ihr Gift entfalten kann:

Über die Blüten und/oder die Blätter, über die Knolle oder über den Pflanzensaft.

Schokolade giftig für Hunde – Mythos oder Wahrheit?

Schokolade steht im Verruf, giftig oder gar tödlich zu sein. Doch tatsächlich trifft das nicht auf alle, sondern nur auf ganz bestimmte Schokoladensorten zu. Und zwar auf jene mit einem hohen Theobromingehalt. Dieser wiederum steigt mit dem Kakao. Deshalb ist besonders kakaohaltige Schokolade (beispielsweise Zartbitterschokolade oder reiner Kakao) gefährlicher, als Schokolade mit einem geringen Kakaoanteil (wie die weiße Schokolade oder die Milchschokolade).
Damit eine Schokolade Schokolade heißen darf, muss sie aus mindestens 43 % Kakao bestehen. Eine echte Schokolade ist für den Hund demnach immer ein ernstzunehmendes Risiko. Bereits geringe Menge Theobromin können die Gesundheit des Hundes schwer schädigen und lebensbedrohlich sein.

Hund vergiftet: Anzeichen

Das sind die ersten Anzeichen, an denen ihr eine Lebensmittelvergiftung erkennt:

  • Appetitlosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Dehydrierung
  • Fieber
  • Krämpfe
  • Konzentrationsschwäche
  • Atemstörungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Bewusstlosigkeit
  • Koordinationsstörungen
  • Schleimhautreizungen
  • Verstärkte Speichelbildung

Die Symptome stehen immer in Abhängigkeit zum Giftstoff und der Menge, die gefressen worden ist. Sobald euer Hund einige dieser Anzeichen zeigt, solltet ihr dringend etwas tun.

Das darf ein Hund nicht essen

Hund vergiftet – was tun?

Wenn der Verdacht auf Vergiftung besteht, ist es wichtig, unvermittelt zum Tierarzt zu gehen. Dieser entscheidet anhand eurer Informationen, welche Maßnahmen einzuleiten sind.

Leider kann auch der beste Tierarzt nicht immer etwas für euren Liebling tun. Deshalb ist der beste Schutz die Prävention.

Diese Tipps helfen euch dabei:

  • Haltet die Ernährungsrichtlinien für Hunde ein.
  • Das Hundefutter sollte ordnungsgemäß gelagert werden.
  • Seid in der Futtererziehung von Anfang an konsequent.
  • Bringt eurem Hund Fressverbote (Beispiel: gefundenes Fressen am Wegesrand oder Betteln am Tisch) und Unterbrechungssignale (Nein/Aus) bei.
  • Teilt eurem Besuch mit, dass er euren Hund nicht füttern darf.

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