Hundeernährung -

artgerechte Fütterung

Hundeernährung

Inhalt - Alles im Überblick

Der Hund, als Wolf und Schakal artiges Wesen der Gattung Canis, gehört zu den sogenannten Karnivoren, also den Raubtieren. Neben der Sozialisation mit anderen Tieren, wie z.B. der Katze, dem Vogel oder dem Pferd, muss die Kommunikation zwischen Artgenossen sowie die zum Menschen Hunden angelernt werden. Die Zeitspanne der 3. bis 15. Lebenswoche ist somit eine wichtige Sozialisierungsphase, welche außerdem zur Bildung motorischer Fähigkeiten, zur korrekten Nahrungsaufnahme und des richtigen Kot/Harnabsatzverhaltens dient.

Als verantwortungsbewusster Hundehalter sollte dir die Pflege deines neuen Familienmitglieds sehr am Herzen liegen. Neben einer artgerechten Fütterung zählen dazu z.B. die Haarpflege, die Gebisspflege sowie die Krallenpflege. Außerdem sind ein regelmäßiger Besuch beim Tierarzt sowie eine artgerechte Haltung vonnöten. Freund ist der Name eines Hundes, so ein japanisches Sprichwort und Freunde behandelt man bekanntlich gut.

Die Ernährung des Hundes allgemein betrachtet!

Mit der Domestizierung des Hundes sowie dessen Sozialisation sollte dem Tier nicht nur das Lesen der menschlichen Körpersprache, sondern ebenfalls die Beißhemmung beigebracht werden. Das artgerechte Füttern des Hundes richtet sich nicht nur nach dem Gewicht und der Größe des Tieres, sondern häufig auch nach dem Verwendungszweck. So lassen sich Hirtenhunde von den Hofhunden, Stallhunden, Gesellschaftshunden sowie den Jagd- und Windhunden unterscheiden. Dass jede Hunderasse artspezifisch gepflegt und gehalten werden sollte, gehört somit zu den Pflichten des Hundebesitzers.

Der mit dem Wolf verwandte Hund ist in der Lage, sein Nahrungsangebot anzupassen. Das heißt, selbst sein wildlebender Verwandter lebt nicht allein von Beutetieren und frisst ebenfalls pflanzliche Nahrung, wie z.B. Wurzeln, Blätter, Gräser und Früchte. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Hundeernährung an die Ernährung des Menschen angepasst und das Haustier wurde nach und nach zum Allesfresser. Bevor wir auf die Hundeernährung und die artgerechte Fütterung eingehen, solltest du wissen, dass einige menschliche Nahrungs- und Genussmittel für deinen Vierbeiner mehr oder weniger gefährlich sind. So führt das Füttern mit Schokolade aufgrund des enthaltenen Theobromins zu einer Theobrominvergiftung. Gleichermaßen sind Weintrauben und Rosinen ebenfalls giftig für den Hund und führen zur sogenannten Weintraubenvergiftung.

Hundeernährung

Wie füttere ich meinen Hund richtig?

Die richtige Hundeernährung deines vierbeinigen Freundes richtet sich zunächst nach dem Alter des Tieres. Während Welpen und Junghunde anfangs vier- bis fünfmal täglich gefüttert werden sollten, richtet sich die Futtermenge nach der Größe des Hundes und sollte demzufolge stets angepasst werden. Das heißt, die Futtermenge steigert sich mit zunehmendem Alter. Es ist jedoch keinesfalls ratsam, deinen Welpen zu überfüttern, da unerwünschte Wachstumsschübe einen nicht unerheblichen Beitrag auf die Knochenentwicklung haben. Die zusätzliche Belastung durch ein überschrittenes Maximalgewicht kann zu Fehlstellungen der Knochen sowie Gelenkproblemen führen.

Die artgerechte Ernährung erwachsener Hunde richtet sich nach der Hunderasse. Kleine und mittelgroße Hunde sollten zwei- bis dreimal täglich gefüttert werden. Großwüchsige Hunde werden hingegen täglich nur zweimal gefüttert. Des Weiteren solltest du darauf achten, dass dein Hund nicht übersättigt ist und an feste Futterzeiten gewöhnt wird. Nach dem Füttern benötigt dein vierbeiniger Freund außerdem eine Verdauungsruhe. In diesem Zusammenhang unterscheidet sich die Hundeernährung nicht merklich von deiner eigenen und sollte beim Hund ein Wohlbefinden auslösen.

Die richtige Hundeernährung von A bis Z!

Die richtige Hundeernährung beginnt zunächst erst einmal mit der täglichen Zuführung von Trinkwasser. Dazu wird dem Hund neben dem Futternapf ebenfalls ein Trinkwassernapf zur Verfügung gestellt, der täglich aufgefrischt werden sollte. Allgemein betrachtet werden zwei Futterarten der Hundeernährung unterschieden: das Frischfutter sowie das Fertigfutter.

Bei der artgerechten Fütterung mit Frischfutter solltest du darauf achten, dass dem Tier alle notwendigen Nährstoffe zugeführt werden. Dazu zählen neben den Proteinen und Kohlenhydraten ebenfalls Vitamine und Mineralstoffe, die für das Haarwachstum sowie für die Organfunktionen ebenso wichtig sind, wie bei uns selbst. Bei ausschließlicher Fütterung mit Frischfutter sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass die Futterzusammenstellung abwechslungsreich und ausgewogen sein sollte. Damit vermeidest du Mangelerscheinungen beim Hund. Die Hundeernährung mit Frischfutter ist demzufolge stets anspruchsvoller.

Die richtige Hundeernährung mit Fertigfutter gestaltet sich für dich als Hundebesitzer leichter. Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass ein veterinärmedizinisch zugelassenes Futtermittel alle relevanten Nährstoffe enthält, die dein vierbeiniger Freund benötigt. Aber Vorsicht! Auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Trocken-/Nassfutter, die bekannteste Art der Hundeernährung

Heutzutage bietet jeder Discounter sowie Lebensmittelladen in seinem Portfolio Trocken-/Nassfutter an. Zumeist wird der Nährstoffbedarf des Hundes komplett durch diese Handelsware gedeckt, sodass kein weiterer Futterzusatz erforderlich ist. Um seinen Hund artgerecht zu füttern, stehen ebenfalls für die unterschiedlichen Rassen Spezial- und Diäthundefutter zur Verfügung. Dabei wird gezielt auf nahrungsbezogene Krankheitsbilder und Mangelerscheinungen der jeweiligen Hunderassen eingegangen, um z.B. Über- und Untergewicht, Verdauungsprobleme sowie Arthrose und Niereninsuffizienzen zu vermeiden. Des Weiteren können durch einige Getreidesorten Allergien ausgelöst werden, sodass beim Kauf insbesondere darauf geachtet werden sollte.

Das als Trocken-/Nassfutter zur Verfügung gestellte Fertigfutter ist demzufolge eine Mischung aus pflanzlichen und tierischen Nahrungsbestandteilen. Zu den sehr häufig verwendeten Fleischsorten gehören Rind, Geflügel, Lamm und Fisch. Damit wird die Fett- und Proteinversorgung deines Vierbeiners gewährleistet. Durch die Hinzufügung pflanzlicher Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Vitamine wird zudem dieses Nährstoffangebot gedeckt. Hier gilt es für dich, eventuell auf Unverträglichkeiten zu achten. Zuckerzusätze im Fertigfutter solltest du unbedingt vermeiden, da dies zu Karies sowie Übergewicht führen kann.

Beste Hundeernährung mit dem richtigen Hundefutter

Die beste Hundeernährung beginnt mit dem richtigen Hundefutter. Das in Zoohandlungen, Markendiscountern und ähnlichen Einkaufsplätzen zur Verfügung gestellte Fertigfutter in Form von Trocken-/Nassfutter ist zumeist eine geprüfte Handelsware. Dennoch kannst du als Konsument auf Nummer sicher gehen und dich an Waren- und Prüfsiegel orientieren.

Das TÜV-Zertifikat sowie der GMP+ Futtermittelstandard gewährleisten Produktsicherheit und Lebensmittelgüte. Des Weiteren wird beim GMP+ Siegel auf eine lückenlose Transparenz gesetzt, die sich sowohl auf die Inhaltsstoffe selbst als auch auf eine hygienische Produktion beziehen. Der TÜV prüft Futtermittellieferanten hinsichtlich Hygienevorschriften, Qualitätsmanagement, Arbeitsplatzsicherheit sowie Transparenz der Futterinhalte. Des Weiteren wird auf die Rohstoffbeschaffung und Herkunft geachtet.

Die verschiedenen Arten der Hundeernährung!

Das artgerechte Füttern deines Hundes verlangt von dir – dem Hundebesitzer – auf die richtige Hundeernährung zurückzugreifen. Die derzeit am häufigsten verwendete Methode ist, deinen Hund mit Trockenfutter zu ernähren. Neben einer guten Dosier- und Haltbarkeit werden ebenfalls die einfache Lagerung sowie die gute Verträglichkeit von vielen Hundefreunden geschätzt. Zudem kann der Verpackungsinhalt hygienisch wieder verschlossen werden. Abgesehen davon gibt es jedoch viele verschiedene Arten der artgerechten Fütterung, welche im weiteren Verlauf näher vorgestellt werden sollen.

BARF – für einen Wolfsverwandten nur das Allerbeste

BARF, die Abkürzung für biologisch artgerechtes rohes Futter, ist eine Ernährungsmethode, welche die natürliche Nahrungsaufnahme der Wölfe nachahmt. Das heißt jedoch nicht, dass dein Hund nunmehr zum Jagen umerzogen werden muss. Vielmehr wird als Hauptnahrungsquelle Fleisch genutzt, womit der Hund roh gefüttert wird. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Fleisch gestempelt und geprüft wurde. Bei Hunden gilt das Gleiche, wie für den Mensch, der Rohfleischverzehr muss frei von Parasiten sein.

Da Wölfe den gesamten Mageninhalt des Beutetieres und somit auch pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, kann das Fleisch zudem mit anderen Nahrungsergänzungen bereichert werden. Dem Hund sollten somit keineswegs wichtige Nährstoffe vorenthalten werden. Neben einer guten Qualität kommen bei der BARF-Methode vor allen Dingen Muskelfleisch mit oder ohne Knochen, Innereien, Pansen sowie Obst und Gemüse zum Einsatz.

Clean Feeding – die restlose Verwertung von Essensresten

Das oftmals bäuerlich anmutende Clean Feeding nutzt sowohl Essensreste, die vom eigenen Mittag oder sonstigen Speisen übrig geblieben sind, sowie neu Gekochtes zur optimalen Futterverwertung. In diesem Zusammenhang nimmt das Clean Feeding bei der richtigen Hundeernährung eine Sonderstellung ein. Du, als verantwortungsbewusster Hundehalter, weißt somit am besten, was in deinem Kochtopf landet.

Es ist davon auszugehen, dass sich der Verdauungstrakt deines Hundes evolutionär an die menschliche Nahrung angepasst hat. Somit landen nicht nur wertvolle Vitamine und Kohlenhydrate im Magen deines Lieblings, sondern ebenfalls Ballaststoffe und vieles mehr. Milch, Kartoffeln und Eier sind somit keine Seltenheit beim Clean Feeding und erfreuen jeden Hundemagen. Oftmals wird gekochtes Fleisch ebenfalls mit Haferflocken und sonstigen Powerzusätzen versetzt.

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Ein neuer Trend, vegane, vegetarische oder Insektenprotein reiche Hundenahrung

Wer umweltbewusst denkt, der möchte mitunter auch beim Hundefutter kein CO2 belastetes Fleisch aus der Massentierhaltung verwenden. Was zunächst nach einem Scherz klingen mag, wird jedoch immer beliebter. Die Verwendung von Insektenprotein zur Herstellung von Hundefutter ist somit keine Zukunftsmusik, sondern bereits in Verwendung. Abseits der oftmals mit Antibiotika behandelten Fleischprodukte aus der Massentierhaltung bildet das Insektenprotein somit eine gesunde Alternative.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Futtermittel, die komplett auf fleischliche Erzeugnisse und Zusatzstoffe verzichten. Die vegane Hundeernährung sowie die vegetarische Hundeernährung sind somit ebenfalls keine Zukunftsmusik mehr. Hier solltest du dich als pflichtbewusster Hundebesitzer jedoch genauestens informieren. Da dein Hund von Natur aus nun einmal ein Karnivore, also ein Fleischfresser ist, bleibt akademisch abzuwarten, wie sich der Hundekörper gegen diese Fleischsynthesen verhält. Die vegane Hundeernährung und vegetarische Hundeernährung haben zwar eine gute CO2-Ökobilanz, ob dieses letztendlich jedoch Mangelerscheinungen oder sonstiges im Hundekörper auslöst, kann derzeit noch nicht befriedigend beantwortet werden. Das bei der Fütterung von Hunden auf genetisch manipuliertes Futter verzichtet werden sollte, ist ebenfalls selbstverständlich.

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