Dummytraining

so gelingt der Dummy Sport mit deinem Hund

Hund mit einem Dummy im Maul springt über einen Stamm

Inhalt - Alles im Überblick

Was ist Dummytraining überhaupt?

Wenn du einen Hund als treuen Begleiter an deiner Seite hast, hast du sicher bereits vom Dummytraining gehört. Im ersten Moment kannst du dir darunter vielleicht nicht viel vorstellen, aber es handelt sich dabei um eine weit verbreitete Hundsportart, die ihren Ursprung in Großbritannien hat. Ursprünglich wurden durch das Training Hunde zur Jagd ausgebildet. Es ging darum, dass die Hunde lernen, Wild zu jagen und zu apportieren. Beim Dummytraining wird das Wild durch den sogenannten Dummy ersetzt. Dabei handelt es sich um ein Säckchen, das mit Kunststoff oder Sägemehl gefüllt wird und dadurch mehr Gewicht erhält. Mit dem Dummy lassen sich die unterschiedlichsten Übungen durchführen.

Dummytraining – Welcher Hund ist geeignet?

Klingt das Dummytraining für dich interessant? Dann solltest du, bevor du mit dem Training starten kannst, herausfinden, ob sich dein Hund für diese Disziplin eignet. Im Prinzip kannst du das Dummytraining mit jeder Hunderasse ausprobieren, allerdings gibt es bestimmte Rassen, die an dem Training mehr Freude haben, als andere. Große Hunde, die viel Bewegung brauchen und als Jagdhunde gelten, eignen sich besonders gut für das Training. Sie lieben es, sich draußen in der Natur auszutoben. Zudem haben neugierige und schlaue Hunde viel Spaß beim Training. Dazu gehören zum Beispiel Golden Retriever. Sie lernen schnell und werden die Grundschritte des Dummytrainings schnell verstehen. Zu den Rassen, die sich am besten für das Dummytraining eignen, gehören folgende:

Auf der anderen Seite stehen kleine Hunde wie Bulldoggen und Yorkshire Terrier. Auch mit ihnen kann man sich langsam an das Training herantasten. Dabei solltest du allerdings bedenken, dass sie nicht so viel Energie haben wie große Hunde. Bei kleinen Rassen ist es besonders wichtig, sich langsam an das Training mit dem Dummy heranzutasten und sie nicht zu überfordern.

Dummytraining - auch für Welpen geeignet?

Neben der Rasse spielt auch das Alter des Hundes eine Rolle, wenn es um die Frage geht, ob sich das Dummytraining für ihn eignet. Auch schon mit jungen Welpen kann man mit dem Training beginnen. So gewöhnen Sie sich bereits an die Abläufe und können schnell große Fortschritte machen. Zudem wird die Bindung zum Besitzer gestärkt, was für das weitere Zusammenleben und für die Erziehung des Hundes sehr wichtig ist.
Wenn du deinen Welpen trainieren möchtest, musst du darauf achten, dass er schneller müde wird als ausgewachsene Hunde. Zudem sind seine Gelenke und sein Knochengerüst noch nicht vollständig ausgebildet, weswegen man beim Training besonders vorsichtig und spielerisch vorgehen sollte. Merkst du, dass dein Welpe müde wird, mache am besten eine Pause oder verschiebe das Training auf den nächsten Tag.

Dummytraining Schritt für Schritt erklärt

Möchtest du mit dem Training anfangen, stellt sich die Frage: Wie beginne ich mit dem Dummytraining? Der erste Schritt ist, dass du dir einen Dummy kaufst. Die Auswahl ist hier sehr groß und es kann sein, dass du mehrere Modelle ausprobieren musst, bis du das richtige für dich und deinen Hund gefunden hast. Die Dummys gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Je größer der Hund ist, desto größer und schwerer sollte auch der Dummy sein. Fange hier aber ruhig leichter an, damit sich der Hund an das Training gewöhnen kann. Für den Anfang eignen sich Dummys sehr gut, die du individuell mit Futter befüllen kannst. Dein Hund riecht das Futter, dass sich in dem Säckchen befindet und ist gleich doppelt motiviert, es zu finden und an die Leckerlies zu kommen.
Beginnst du mit dem Training, suche dir ein ruhiges Plätzchen an der frischen Luft. Das kann ein Hundepark, eine Wiese oder eine andere weitläufige Fläche sein. Am besten eignen sich Orte, an denen ihr ungestört seid und dein Hund nicht durch andere Vierbeiner vom Training abgelenkt wird. Ein weiterer Tipp ist, einen Ort auszuwählen, den dein Hund bereits kennt. So fühlt er sich sicher und jagt dem Dummy selbstbewusst hinterher. Lege das Training auf eine Tageszeit, an der dein Hund ausgeschlafen und motiviert ist. Zudem solltest du ihn vor dem Training füttern, damit er Kraft und Energie hat, um die Aufgaben zu erfüllen. Auch du selbst solltest genügend Zeit haben und das Training nicht in einer stressigen Situation absolvieren. Vor allem am Anfang brauchst du Geduld und Zeit, um deinen Hund an die neuen Disziplinen zu gewöhnen.
Wahrscheinlich fragst du dich, ob du für das Training außer dem Dummy noch etwas benötigst. Die Antwort ist: nicht viel. Wichtig sind Leckerlies – gegebenenfalls zum Befüllen des Dummys -, aber vor allem als Belohnung, wenn dein Hund eine Aufgabe erfüllt hat. Zudem ist eine Hundepfeife sinnvoll, mit der du Kommandos geben kannst. Auch eine Leine kann gegebenenfalls benötigt werden, wenn dein Hund noch jung ist und Gefahr besteht, dass er davonläuft.

Dummytraining Aufbau: So läuft es ab

Nun kann es ans Training gehen. Ist alles vorbereitet, fragst du dich sicher: Wie trainiere ich eigentlich mit einem Dummy. Grob lässt sich der Dummy Sport in drei Bereiche einteilen:

  • Markieren
  • Suchen
  • Einweisen

Beim ersten Punkt geht es darum, deinen Hund auf den Dummy aufmerksam zu machen. Der Hund sollte ruhig und aufmerksam neben dir sitzen und den Dummy fest im Blick haben. Lasse deinen Hund das Säckchen ruhig für einige Sekunden fokussieren. Dann holst du aus und wirft den Dummy so weit wie möglich. Bevor du ihn in ein unbekanntes Gebiet wirfst, solltest du überprüfen, ob Verletzungsgefahr durch zum Beispiel Scherben besteht. Beim Werfen sollte der Hund der Flugrichtung des Dummys mit dem Blick folgen. Auf deinen Befehl darf er loslaufen und den Dummy suchen. Achte darauf, immer dasselbe Kommando benutzen, um den Hund nicht zu verwirren. Gut eignen sich dafür Ausrufe wie Bring! oder Apport! Auch zum Bereich des Markierens gehört, dass dein Hund losläuft und sich auf die Suche des Dummys macht. Im besten Falle findet und apportiert er ihn. Wie übst du apportieren? Am besten funktioniert das mit Leckerlies. Hat dein Hund den Dummy gefunden, doch bringt ihn nicht zu dir zurück, solltest du ihn mit den kleinen Leckereien anlocken. Auch Rufe oder die Hundepfeife eignen sich gut für das Üben des Apportierens.
Der nächste Teil des Dummytrainings mit dem Hund ist das Suchen. Vor allem am Anfang wird dieser Punkt häufig wichtig. Findet der Hund den Dummy nicht direkt, muss er nach ihm suchen und dabei seinen Geruchssinn einsetzen. Findet der Hund den Dummy immer noch nicht, kannst du ihm helfen. Die Hilfe gehört zum Teil der Einweisung. Dabei gibst du deinem Hund Kommandos und weist ihn in die richtige Richtung. Hier kann die Hundepfeife zum Einsatz kommen.

Golden Retriever beim Dummytraining

Dummy Sport - Hobby für den Hund

Musst du deinen Hund am Anfang noch für das Training motivieren, kann es nach kurzer Zeit zu einer seiner liebsten Beschäftigungen werden. An dieser Stelle lässt sich auch die Frage beantworten: Warum Dummytraining? Das Dummytrainig ist für den Hund eine tolle Beschäftigung und stellt eine gute Abwechslung dar. Er wird geistig und körperlich gefördert und kann sich austoben. Immer wieder lernt er etwas Neues und das Training wird nie langweilig. Zudem wird die Bindung zwischen dir und deinem Hund gestärkt. Das erfolgt vor allem dadurch, dass du ihm beim Suchen hilfst und ihm Anweisungen gibst. Ihr werdet ein eingespieltes Team, das sich auf Knopfdruck versteht.
Vorteile des Dummytrainings sind also folgende:

  • körperliche Auslastung
  • geistige Auslastung
  • enge Bindung zwischen Hund und Besitzer
  • Abwechslung und Spaß
  • gemeinsames Hobby

Tipps für das erfolgreiche Training

Damit das Dummytraining glückt, solltest du auf einige Dinge achten. Vor allem am Anfang ist es wichtig, den Hund nicht zu überfordern. Steige langsam in das Training ein und beginne mit einer oder zwei Einheiten pro Woche. Nach und nach kannst du dies natürlich steigern. Zudem kannst du dich am Anfang des Trainings beraten lassen oder dir Unterstützung von einem Dummytrainer holen. Dieser kann deinen Hund gut beurteilen und dir Hinweise geben, wie du am besten mit ihm übst.
Ein weiterer Tipp ist, dass du immer Abwechslung ins Training bringst. So wird es nicht langweilig und der Hund bleibt motiviert. Abwechslung schaffst du, indem du das Gelände wechselst oder hin und wieder neue Dummys kaufst. Zudem reicht der Dummy Sport weit über die drei Bereiche Markieren, Suchen und Einweisen hinaus. Daneben steht zum Beispiel die Übung Schleppe. Hier wird der Dummy an einer Leine befestigt und du ziehst ihn vom Startpunkt aus bis hin zum Versteck. Nun muss dein Hund seinen Geruchssinn einsetzen und die Fährte verfolgen. Ein weiterer Übungsbereich ist Steadiness. Dabei geht es darum, dass dein Hund genau auf deine Anweisungen hört und so lange stillsitzt, bis dein Kommando zum Suchen kommt.
Der letzte und wohl wichtigste Tipp ist das liebevolle Loben und Belohnen für gute Leistungen.

brown flat coated retriever beim Dummytraining

Ähnliche Artikel

×