Sein freundliches Wesen gemixt mit dem charmanten Äußeren und den liebevollen dunklen Augen und dazu seine sportliche Aktivität – das alles macht den Golden Retriever zum perfekten Familienmitglied.
Herkunft: Großbritannien
Lebenserwartung: zwölf bis 16 Jahre
Größe (Schulterhöhe): 51 bis 56 Zentimeter bei Hündinnen, 56 bis 61 Zentimeter bei Rüden
Gewicht: 25 bis 30 Kilogramm bei Hündinnen, 30 bis 40 Kilogramm bei Rüden
Farbe und Fell: langhaariges Fell in den Farben creme, weiß oder gold-gelb, das glatt oder gewellt sein kann
Charakter: liebenswürdig, schlau, kinderfreundlich, folgsam, verspielt, zugänglich, sozial, arbeitswillig
Funktion laut FCI: Apportierhund / Stöberhund / Wasserhund
Perfekt als: Familienhund, Assistenzhund
Der Golden Retriever wurde ursprünglich dafür gezüchtet, bei der Jagd zu helfen. Das verrät auch sein Name „to retrieve“ ist Englisch und bedeutet zurückbringen. Vierbeiner dieser Rasse halfen den Jägern die erlegte Beute aufzuspüren und ohne Schaden zu apportieren. Sie werden als Hunde mit einem „weichen Maul“ bezeichnet. Sie holten die erlegten Tiere auch aus dem Wasser zurück, die sie trotz ihres ständigem Appetits niemals auffraßen.
Um die erste Züchtung der Rasse Golden Retriever ranken sich einige Geschichten. Vermutlich war es Sir Dudley Majoribanks, der im Jahr 1865 einen gelben Retriever kaufte und mit einem Tweed Water Spaniel verpaarte. Letztere Hunderasse war im 19. Jahrhundert in Großbritannien sehr populär, existiert heute jedoch nicht mehr.
Der Golden Retriever ist nicht ohne Grund ein beliebter Familienhund. Er ist folgsam und bemerkenswert lernwillig. Gleichzeitig hat er ein freundliches, sympathisches Wesen, bellt wenig und beißt äußerst selten zu. Dank seiner guten Nase wird er außerdem als Spürhund oder Rettungshund eingesetzt. Darüber hinaus ist der „Goldie“ ein beliebter Therapiehund, da er Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Ein weiteres Wesensmerkmal des Golden Retrievers ist seine Freude zur Arbeit. Außerdem lieben es Hunde dieser Rasse zu fressen und scheinen stets hungrig zu sein. Daher ist es leicht, den Golden Retriever mit einem Leckerchen dazu zu bringen, neue Tricks zu lernen. Im Umgang mit Artgenossen zeichnet er sich durch ein äußerst soziales Verhalten aus. Dominanzkämpfe oder Reviergehabe kommen bei richtiger Erziehung so gut wie nie vor.
Wenn du in einer kleinen Wohnung lebst, ist ein Golden Retriever wohl nicht der richtige Hund für dich. Hast du hingegen ein Haus mit einem Garten oder lebst in der Nähe eines Parks, Waldes oder auf dem Land, dann verfügst du über das perfekte Umfeld für einen Golden Retriever. Aufgrund seines Bewegungsdrangs braucht ein Hund dieser Rasse viel Auslauf, lange Spaziergänge und mentale Beschäftigung. Bekommt er diese nicht, kann es zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Ein Golden Retriever liebt Apportierspiele und ist hervorragend für Agility-Training geeignet. Außerdem sind Such- und Fährtenspiele eine gute Art, den Goldie körperlich und geistig zu fordern und fördern. Zudem lieben diese Hunde das Wasser und gehen von Natur aus gerne schwimmen. Wenn du deinen Golden Retriever glücklich machen willst, dann schnappe dir ein schwimmfähiges Spielzeug, fahre an einen See und lass ihn apportieren.
Durch seine vielen positiven Wesensmerkmale und sein sympathisches Aussehen ist der Golden Retriever zu einer beliebten Hunderasse geworden. Das bedeutet leider auch, dass einige Menschen „das schnelle Geld“ wittern und Hunde dieser Rasse verpaaren, ohne gewisse Werte zu respektieren. Einen guten Züchter erkennst du daran, dass du die Elterntiere kennenlernen kannst. Diese sollten gesund und gepflegt aussehen. Außerdem sollte das Muttertier nicht einen Wurf nach dem nächsten bekommen, sondern ihr sollte genug Zeit geschenkt werden, um sich und ihren Körper zu regenerieren. Darüber hinaus gehören ein Nachweis über die einwandfreie Gesundheit und der Heimtierausweis mit Eintragung aller erforderlichen Impfungen beim Kauf eines Welpen zum Standardprogramm. Ein guter Züchter hält seine Tiere außerdem im engen Familienkreis und gewöhnt die Welpen frühzeitig an Alltagsgeräusche- und Situationen. Das reicht vom Staubsaugen über Fahrten mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zu dem Kennenlernen von Kindern und anderen Hunden. Zudem wird dich ein guter Züchter über die Fressgewohnheiten aufklären und hilft dir aus dem Wurf den Welpen auszusuchen, der von seinem Wesen am besten zu dir und deiner Familie passt.
Der Golden Retriever ist ein Hund mit einem attraktiven Körperbau. Er verfügt über eine starke Muskulatur und sein Äußeres wirkt wohl proportioniert. Wer einen Goldie sieht, verliebt sich in seinen Blick. Kein Wunder! Denn die schwarzen Augen unter der deutlich abgegrenzten Stirn verleihen ihm einen freundlichen Gesichtsausdruck.
Das Fell liegt am Rücken eng an. Vorderpfoten, Rute und der Brustbereich sind stark befedert. Das mittellange Fell ist entweder glatt oder gewellt und überzeugt mit ansprechenden Goldtönen. Von Mondgelb bis zu Weiß oder Creme – der Golden Retriever ist durch seine angenehm hellen Farben bekannt.
Seine Größe macht ihn zum perfekten Familienhund. Er gehört zu den mittelgroßen Hunderassen, ist also weder zu klein noch zu groß. Viele sagen, dass er „genau die Größe hat, die ein Hund haben sollte“. Ob du diese Meinung teilst, ist natürlich von deinen individuellen Vorlieben abhängig. Die Schulterhöhe kann bei Rüden bis zu 61 Zentimeter hoch sein. Das Gewicht liegt dann bei etwa 40 Kilogramm. Kleinere Exemplare (meistens Weibchen) bringen bei einer Größe von 51 Zentimetern um die 30 Kilogramm auf die Waage.
Wie bereits erwähnt, wurden Retriever ursprünglich zur Jagd gezüchtet. Auch wenn das viele hundert Jahre her ist, der Bewegungsdrang steckt auch in den heutigen Golden Retrievern. Sie brauchen jeden Tag genug körperliche, aber auch geistige Auslastung. Lange Spaziergänge, regelmäßiges Schwimmen und Suchspiele sind genau das, was ein Golden Retriever braucht.
Zu den rassetypischen Krankheiten der Golden Retriever gehören:
Seriöse Züchter achten penibel genau darauf, dass sie nur Elterntiere verpaaren, die frei von den oben genannten Krankheiten sind. Somit tragen sie einen wichtigen Teil dazu bei, dass Hunde, die an rassetypischen Erkrankungen leiden, minimiert werden.
Die Fellpflege ist bei einem Golden Retriever simpel: Während des Fellwechsels sollte er täglich gebürstet werden. Ein regelmäßiger Schnitt oder Ähnliches ist nicht notwendig. Durch die dichte Unterwolle friert ein Golden Retriever im Winter nicht und mag Spaziergänge im Regen.
Ja, wenn du dich gerne sportlich betätigst, viel Platz zur Verfügung hast und außerdem ausreichend Zeit. Ein Golden Retriever ist nicht gerne allein, ein paar Stunden sind in Ordnung, aber wenn möglich, mag dein Goldie dich auf Schritt und Tritt begleiten. Suchst du einen aktiven, mittelgroßen Hund, der stets freundlich ist, dann ist der Golden Retriever genau das richtige Haustier für dich.
Nein, wenn du auf der Suche nach einem Wachhund bist, denn selbst Fremden begegnet der Golden Retriever freundlich. Ebenfalls lautet die Antwort „Nein“, wenn du in einer sehr kleinen Stadtwohnung mit wenig Auslaufmöglichkeiten wohnst.
Beim Golden Retriever gibt es zwei verschiedene Zuchtlinien: eine Arbeitslinie und eine Showlinie. Die Arbeitsline wird auch „Field Trial“ genannt. Die Hunde dieser Züchtung haben einen athletischen und schlanken Körperbau. Drei Wesenszüge machen ihren Charakter aus: hohes Maß an Lernbereitschaft, ein starker Jagdtrieb und ein ausgeprägtes Temperament. Bei der Showlinie sind es eher die äußeren Werte, die zählen. Der Körperbau ist kompakt und das Fell ist meistens heller als bei der Arbeitslinie. Ihr Wesen ist angenehm ruhig und sie sind äußerst stressresistent.